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Schleswiger Nachrichten

31. August 2016 | 04:13 Uhr

Eggebek : Druck war zu hoch: Umstrittene AfD-Wahlparty abgesagt

vom

Ein Bündnis aus Flensburg kündigt eine Anti-AfD-Demo an. Daraufhin lädt ein Gastwirt die Parteianhänger aus.

Eggebek | Die umstrittene Wahlparty der Alternative für Deutschland (AfD) in Eggebek findet nicht statt. Wie der stellvertretende Kreisvorsitzende Hans-Ulrich Post den Schleswiger Nachrichten bestätigte, hat der Betreiber des „Dance Club Lavie“ seine Zusage an die Partei zurückgezogen. 

Die rechtspopulistische AfD wird höchstwahrscheinlich am Sonntag bei den Wahlen in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz in drei Landtage einziehen. Schleswig-holsteinische Parteianhänger wollten die Wahl gemeinsam in Eggebek verfolgen. Weil dort viele Flüchtlinge leben, wurde die Veranstaltung von vielen als Provokation wahrgenommen.

Zu den Gründen der Absage sagte Post: „Ich vermute, dass dies aufgrund des massiven Drucks des Bündnisses für ein buntes Flensburg geschah“, so Post. Eine andere Lokalität habe man in der Kürze der Zeit nicht finden können.

Das Bündnis für ein buntes Flensburg hat zu einer Gegendemonstration am Sonntag um 15 Uhr in Eggebek aufgerufen. Die Gegendemonstration werde auch trotz Absage der AfD stattfinden. „Wenn die AfD es nicht selbst tut, werden wir die Bürger über das Programm der Partei aufklären“, sagte der Flensburger Linken-Stadtrat Hans-Werner Jezewski. Trotz der Absage rechnet er mit mindestens 350 Teilnehmern.

Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein hohes Gut. Gerade in der Begegnung mit Menschen, die aus totalitären...

Posted by Refugees Welcome Flensburg on  Freitag, 11. März 2016

Der AfD-Kreisverband Schleswig-Flensburg wollte in Eggebek zunächst sein Programm und seine Kandidaten vorstellen - und anschließend die erwarteten Erfolge bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Baden Württemberg und  Rheinland-Pfalz feiern.

 

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erstellt am 11.Mär.2016 | 16:50 Uhr

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