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Schleswiger Nachrichten

26. März 2017 | 19:07 Uhr

Stadtmuseum Schleswig : Die alten Bären sind zurück

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Teddybärhaus im Stadtmuseum ist nach zehn Monaten Sanierung wieder geöffnet.

Die alten Teddybären kehren zurück in ihr Zuhause – ins frisch renovierte Teddybärhaus im Stadtmuseum. Zehn Monate lang hatte die Sanierung des Gebäudes gedauert. Während dieser Zeit waren die in Kisten und Kartons eingepackten Kuscheltiere aus der historischen Sammlung der Familie Reichstein zwischengelagert im Landesarchiv, sicher verpackt in Kisten und Kartons. „Wir freuen uns, dass wir sie wiederhaben und ab heute in unseren Vitrinen präsentieren können“, erklärte Stadtmuseums-Direktorin Dörte Beier am Montag im Pressegespräch. Gleichzeitig kündigte Einzelheiten einer weiteren Attraktion an: Erstmals wird es am 25. und 26. März einen Frühlingsmarkt im Stadtmuseum geben. Das Motto: „Kunsthandwerk und Garten“. Etwa 70 Kunsthandwerker aus Dänemark und Deutschland hätten bereits ihr Kommen zugesagt. Auch 30 neue Kunsthandwerker aus den Bereichen Holz, Glas, Metall oder Schmuckdesign seien vertreten.

Wenn sich die Besucher das historische Spielzeug in den neu gestalteten Vitrinen anschauen, werden sicherlich viele ihre Fantasie spielen lassen, wie wohl Kinder in früheren Jahrzehnten mit diesen Teddys geschmust haben mögen. Die Sammlung, die von der verstorbenen Mechthild Reichstein gemeinsam mit ihrer Tochter Annette über viele Jahre zusammengetragen worden war, repräsentiert die Jahrgänge von 1910 bis etwa 1970. Die älteren Teddy-Figuren sind sogar noch mit Stroh ausstaffiert, wie ein Daumen-Drucktest auf deren harten, leicht raschelnden Bauch zeigt. Auch die „Kriegsgenerationen“ unter den Teddys sind zu erkennen: Sie sehen etwas hagerer, spitznasiger und nicht so gut gekleidet aus wie jene Artgenossen, die in besseren Zeiten entstanden sind. Wie sehr die Sammlung seiner Ehefrau am Herzen gelegen habe, berichtet Professor Joachim Reichstein. So habe sie auf unzähligen Floh- und Antikmärkten Spielzeug vergangener Tage gerettet und sich spezielles Wissen angeeignet, um die Exponate in den historischen Kontext zu bringen. Er freue sich darüber, dass sich seine Tochter weiterhin um das Fortbestehen der Ausstellung kümmere. „Wir verfügen über noch mehr Exponate, sodass wir die Vitrinen ergänzen oder neu bestücken könnten“, sagte Reichstein. Museumsleiterin Dörte Beier fügte hinzu: „Wir haben in unseren Vitrinen lebendige Szenen mit dem historischen Spielzeug inszeniert.“

Und die Teddys stehen nicht allein da. Zu ihnen gesellen sich saisongemäß einige Osterhasen, die sich ebenfalls als historisch betrachten dürfen. Beier: „Zum Markt werden wir die Räume unseres Museums österlich und frühlingshaft dekorieren.“ Dazu passt, dass auch erste Stauden und Kräuter oder ungewöhnliche Vogelbehausungen im Innenhof angeboten werden. Kulinarisches wie Gallowayspezialitäten, Honig oder Marmeladen gehört ebenfalls mit dazu, sagte Beier.

Aktuell lässt sich im Teddybärhaus im Rahmen einer Sonderausstellung noch eine dritte Spezies nieder: Micky Maus und ihre Freunde Goofy, Lupo und Pluto. Außerdem in den Vitrinen: farbenfrohe Kunststofffiguren aus der Disney-Produktion. Begleitend dazu gibt es ein pädagogisches Programm für Kitas und Schulen.

Denn der Lebensweg von Micky Maus begann 1928. So verdient auch sie das Etikett museumsreif.

 

 

> Info unter: Telefon 04621/936820 oder www.stadtmuseum-schleswig.de

 

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erstellt am 07.Mär.2017 | 14:01 Uhr

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