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Schleswiger Nachrichten

10. Dezember 2016 | 02:19 Uhr

Schleswig : Der Kulturpreis kommt zurück

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Auszeichnung der Stadt soll nach acht Jahren Pause wieder vergeben werden.

Vor acht Jahren wurde er still und leise begraben – jetzt soll er eine Wiederauferstehung erleben: der Kulturpreis der Stadt Schleswig. Alles deutet darauf hin, dass die Ratsversammlung diesem Vorschlag auf ihrer November-Sitzung zustimmen wird. Es wäre ein erster Erfolg für die im Frühjahr neu gegründete Kulturkonferenz der Stadt Schleswig. Das Gremium, das aus Vertretern von zahlreichen Vereinen und Verbänden sowie anderen Kulturschaffenden besteht, hatte sich dafür stark gemacht, den Preis wieder einzuführen. Die Stadtverwaltung hat diese Anregung nun aufgegriffen.

„Es geht uns gar nicht in erster Linie darum, einzelne Personen auszuzeichnen“, sagt die Künstlerin Susanne Pertiet, Sprecherin der Kulturkonferenz. „Wir hoffen vielmehr, mit dem Preis die Kultur insgesamt wieder mehr ins Blickfeld zu rücken.“ Nicht jeder innerhalb der Kulturszene war glücklich mit der Entscheidung der Ratsversammlung, den altgedienten Slogan von der „freundlichen Kulturstadt“ auszutauschen gegen den Namen „Wikingerstadt“. Die Initiative, den Kulturpreis wieder aufleben zu lassen, war auch eine Reaktion darauf.

Der Kulturausschuss befasst sich auf seiner nächsten Sitzung am kommenden Mittwoch ab 16 Uhr im Rathaus mit dem Thema. Der Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung sieht vor, den Kulturpreis nach denselben Regeln zu vergeben, wie sie bereits zwischen 1995 und 2008 galten. Demnach ist er mit 1000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben. Die Preisträger wurden früher von den Mitgliedern des Kulturausschusses in nichtöffentlicher Sitzung bestimmt. Der letzte Gewinner war vor acht Jahren der Chorleiter und Komponist Björn Mummert. In den Jahren zuvor wurden unter anderem die Künstlerin Doris Rüstig-Ladewig, die Erfinderinnen der „Galerie auf der Schlei“, die Schleswiger Speeldeel und die inzwischen aufgelöste Niederdeutsche Bühne Schleswig ausgezeichnet.

Susanne Pertiet wünscht sich, dass künftig nicht mehr der Kulturausschuss über den Preis entscheidet, sondern eine Jury. „Ihr könnten zum Beispiel ein Vertreter von Schloss Gottorf oder des Stadtmuseums angehören“, meint sie. Außerdem wünschen sich Pertiet und ihr fünfköpfiger Sprecherrat, das Preisgeld auf 2000 Euro zu verdoppeln. Sie verweist darauf, dass der Preis im jährlichen Wechsel mit der Galerie auf dem Wasser verliehen werden soll. Für das Schülerprojekt mit schwimmenden Kunstwerken vor der Schleiuferpromenade gibt die Stadt 4500 Euro. Im Verhältnis dazu dürfe die Dotierung des Kulturpreises nicht zu mickrig ausfallen, findet Pertiet.

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erstellt am 30.Sep.2016 | 07:43 Uhr

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