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Schleswiger Nachrichten

02. Juli 2016 | 11:32 Uhr

„Unter dem Sand“ in Schleswig : „Das war schwere Kost“: Premiere für dänischen Nachkriegsfilm

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Offizieller Bundesstart ist erst im April. Die Schleswiger Kinozuschauer konnten einen der erfolgreichste dänischen Filme der letzten Jahre schon jetzt sehen.

Es herrschte Stille im Saal, als nach gut anderthalb Stunden der Schrecken vorbei war. Der Film „Unter dem Sand“ war dem Publikum im ausverkauften Capitol-Filmpalast spürbar unter die Haut gegangen. „Das war schwere Kost, ich bin noch ganz ergriffen“, sagte zum Beispiel Oberlandesgerichtspräsidentin Uta Fölster aus Busdorf. Regulär läuft der Film des dänischen Regisseurs Martin Zandvliet erst im April in den deutschen Kinos an. Dann wird es auch deutsche Untertitel geben, auf die die Schleswiger Zuschauer am Sonnabend verzichten mussten. Verständnisschwierigkeiten gab es trotzdem nicht, denn der Film wurde überwiegend mit deutschen Schauspielern gedreht. Nur in wenigen Szenen wird Dänisch gesprochen. „Um so erstaunter sind wir, dass der Film in Dänemark schon 160  000 Zuschauer in die Kinos gelockt hat, und es werden immer noch mehr“, sagte Steen Bille, der Leiter der dänischen Filmförderung, der zur Vorpremiere persönlich nach Schleswig gekommen war. Gedreht wurde zwar überwiegend an einem Strand nördlich von Esbjerg, für Aufnahmen auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände im nordfriesischen Leck hatte Kirsten Schultz von der Schleswiger Agentur Komparsenfischer aber auch eine Reihe von Schleswiger Statisten organisiert.

Der Film zeigt in eindringlichen und oft schockierenden Bildern ein kaum bekanntes Kapitel deutsch-dänischer Nachkriegsgeschichte: Tausende junge deutsche Kriegsgefangene mussten die dänische Nordseeküste per Handarbeit von Tretminen befreien. Die Hälfte von ihnen kam dabei ums Leben.

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erstellt am 25.Jan.2016 | 07:42 Uhr

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