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Schleswiger Nachrichten

05. Dezember 2016 | 17:43 Uhr

Busdorf : „Das lässt uns alle ruhiger schlafen“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Richtfest für neue Rettungswache „Schleswig Süd“ – ab Oktober soll das Einsatzfahrzeug im Raum Haddeby schneller da sein.

Der Spatenstich erfolgte im April – die Arbeiten an der neuen Rettungswache, die im Gewerbegebiet Wikingerland in Busdorf entsteht, gingen seitdem zügig voran. „Nun sind wir fertig mit den Vorbereitungen, jetzt kann das Richtfest losgehen“, sagte Zimmermann Daniel Jahnke (28), der sogleich den Richtspruch in luftiger Höhe des Tonnendaches übernahm. Rund 60 Gäste verfolgten seine Worte, darunter Kreispräsident Ulrich Brüggemeier sowie Vertreter der Gemeinden, des Amtes und des Kreises. Anke Gosch, Haddebys stellvertretende Amtsvorsteherin, lobte die Geschwindigkeit, in der das Gebäude errichtet wurde. „Ich war gerade erst zum Spatenstich hier und jetzt stehen wir hier gemeinsam in der Rettungswache Schleswig-Süd. Ein lang ersehntes Projekt“, wandte sich Gosch an die Gäste.

Ulrich Brüggemeier erinnerte an die Beweggründe, die schließlich zur Planung der Rettungswache geführt hatten. Unter dem Aspekt der Daseinsvorsorge wurde im Rahmen der Bedarfsmessung im Jahr 2012 festgestellt, dass für den Bereich Schleswig die Vorhaltung eines zusätzlichen Rettungs- und Krankentransportwagens erforderlich geworden war. Eine Unterbringung in der Rettungswache St. Jürgen in Schleswig hätte dort allerdings eine Erweiterung der Rettungswache zwingend vorausgesetzt. „Bereits zu diesem Zeitpunkt bestanden aber erhebliche Probleme, die Hilfsfristen in den Gemeinden Borgwedel, Geltorf, Selk sowie in Teilen von Busdorf und Fahrdorf durch steigende Einsatzzahlen einzuhalten“, sagte Ulrich Brüggemeier. Im Jahr 2015 seien 25  398 Einsätze, davon 13  092 Rettungswagen-Einsätze, 9681 Krankentransporte und 2625 Notarzteinsätze geleistet worden. „Ich finde, das spricht deutlich für sich“, so der Kreispräsident, der dem Amt Haddeby für seine Bereitschaft dankte, die Rettungswache zu errichten und diese an den Kreis zu vermieten. „Wir sind nun in der glücklichen Situation, hier im interkommunalen Gewerbegebiet Wikingerland am Thorshammer in Kürze über eine weitere einsatzbereite Rettungswache zu verfügen.“ Formal werde diese eine Außenstelle der Wache in Schleswig sein. Zugleich zeige es, dass das Amt Haddeby und der Kreis in der Tat baulich noch näher zusammenrückten, sagte der Kreispräsident.

Das Bauprojekt umfasst eine Nutzfläche von 341 Quadratmetern, bietet zudem Platz für zwei Einsatzfahrzeuge, zwei Stellflächen für Reservefahrzeuge, ein Zentrallager sowie Arbeits- und Sozialräume für die Einsatzkräfte im Rettungsdienst. Der neue Standort einer Rettungswache in Haddeby soll eine schnellere Versorgung der Bürger im Notfall sichern.

„Wer einmal in der misslichen Lage war, weiß die schnelle Einsatzbereitschaft zu schätzen. Das lässt uns alle ruhiger schlafen. Wir sehen der Fertigstellung mit Freude entgegen“, sagte Anke Gosch, die allen am Bau beteiligten Personen dankte. Ende November soll die Rettungswache fertiggestellt sein.

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