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Schleswiger Nachrichten

29. Juli 2016 | 04:04 Uhr

Schleswig : Das Geschäft mit der Fitness

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Studios in der Stadt freuen sich über starken Zulauf. Deshalb erweitert das „Vitalien“ seine Räume am Stadtfeld.

Immer mehr Menschen setzen auf ihre Gesundheit und einen durchtrainierten Körper: Die Fitnessbranche boomt – auch in Schleswig. Vier bis fünf Mal in der Woche geht zum Beispiel Lars Fiering ins „Fit for Life“ an der St. Jürgener Straße. „Ich mache hauptsächlich Krafttraining“, sagt der 32-Jährige. Damit wolle er dafür sorgen, dass er beim Fußball nicht mehr so verletzungsanfällig ist, erklärt der Spieler des FC Angeln. Fiering gehört eher zu den Jüngeren, die im „Fit for Life“ trainieren. „Unser Durchschnittsalter liegt bei 45 plus“, sagt Cheftrainer Christoph Reinhardt. Es gebe immer mehr Ältere, die ihrem Körper etwas Gutes tun wollen. „Sie merken, dass es ihnen besser geht, wenn sie sich bewegen.“

Das „Fit for Life“ hat erst im Januar seinen 150 Quadratmeter großen Anbau in Betrieb genommen. „Es ist alles ein bisschen luftiger geworden“, sagt Reinhardt. Und zeitgemäßer. So gibt es jetzt in dem Studio einen Geräteparcours, in dem es ausschließlich um die Dehnung des Körpers geht. Reinhardt: „Das ist der neueste Trend.“

Den Fitness-Boom spürt man auch im „Vitalien“ am Stadtfeld. „Wir sind rappelvoll“, sagt Betreiber Sven Hering. Sein Studio platze förmlich aus allen Nähten, die Fitnessgeräte stünden relativ dicht beieinander. Deshalb will Hering das „Vitalien“ erweitern. Der Trainingsbereich werde um 500 auf dann 1700 Quadratmeter Fläche vergrößert. So soll das jetzige Gebäude verlängert und mit einer Etage über der dort verbleibenden Firma „Hallo Pizza“ versehen werden. Baubeginn für das Projekt (Investition: knapp eine halbe Million Euro) ist für das Frühjahr geplant. „Die Eröffnung wird vermutlich im Herbst sein“, so Hering.

Der 43-Jährige trägt damit eigenen Angaben zufolge dem Wunsch seiner Kunden nach einem erweiterten Angebot Rechnung. So werde es in seinem Unternehmen einige Neuerungen geben, kündigt der „Vitalien“-Chef an. Künftig ist bei ihm auch Poledance möglich – Turnen an der Stange. „Aber das hat bei uns nichts mit Erotik zu tun“, versichert Hering. Und beim „Telecycling“ soll den Sportlern das Gefühl vermittelt werden, als seien sie beim Strampeln tatsächlich in der Natur unterwegs. Als Clou ist zudem ein Golf-Simulator geplant. „Das ist so, als wenn du auf einem Golfplatz stehst. Das mach einen Heidenspaß“, sagt Hering.

„Die Leute sind bereit, mehr für ihren Körper zu tun“, hat auch Martina Pilarczyk, Inhaberin des „Klimmzug“ im Friedrichsberg, festgestellt. Der klassische Kunde, der zu ihr komme, wolle aber weniger seinen Körper stählen. „Unser Schwerpunkt liegt im gesundheitlichen Bereich, in der Physiotherapie.“ In der Gesellschaft habe diesbezüglich ein Umdenken stattgefunden, sagt Pilarczyk, die seit 16 Jahren in der Branche tätig ist.

Doch es sind nicht nur die Premium-Anbieter auf dem Schleswiger Fitnessmarkt, die sich über gute Geschäfte freuen. Auch in der Filiale der Kette „Wellyou“ wird ausgiebig „gepumpt“, gelaufen und gestrampelt. „Wir sind ziemlich ausgelastet“, erklärt Trainer Marcus Heuer, der mit sieben Kollegen Fitnessbegeisterte auf 1500 Quadratmetern betreut.

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erstellt am 17.Mär.2016 | 07:19 Uhr

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