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Schleswiger Nachrichten

01. November 2014 | 14:52 Uhr

Bürgermeister-Wahl : Dahl abgewählt – Christiansen und Neubauer in der Stichwahl

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Schleswig bekommt einen neuen Bürgermeister. Spannendes Wettrennen zwischen Neubauer und Dahl um Platz 2.

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Um 21.28 Uhr stand das Ergebnis der Bürgermeisterwahl fest: Amtsinhaber Thorsten Dahl ist abgewählt, Dr. Arthur Christiansen (SPD, Grüne, SSW) und Frank Neubauer (CDU) gehen am 20. Oktober in die Stichwahl. Favorit ist Christiansen. Er erreichte gestern 45,4 Prozent der Stimmen. Neubauer kam auf 22,1 Prozent und erreichte damit nur wenig mehr als Dahl, der 21,6 Prozent der Wähler für sich gewinnen konnte.

Es war spannend im Rathaus. Die Hauptrolle in diesem Wahlkrimi spielte allerdings nicht Sieger Christiansen. Schon nach der Auszählung des ersten Wahlbezirks (Hjort-Lorenzen-Schule) war klar, dass er alle Mitbewerber weit hinter sich lassen würde. Um 19.21 Uhr gab das Wahlamt im Ständesaal bekannt, dass er hier 45,2 Prozent erlangen konnte. Von diesem Zeitpunkt richtete sich der Fokus der Besucher stattdessen auf den Zweikampf zwischen Dahl und Neubauer. Fast eineinhalb Stunden hatte der Amtsinhaber gegenüber dem Polizeibeamten die Nase vorn, dann drehte sich das Blatt. Nach Auszählung von zehn der insgesamt 14 Bezirke lag Neubauer plötzlich um fünf Stimmen vorn. In den folgenden Minuten konnte er seinen Abstand noch kräftig vergrößern. In der Spitze lag er 122 Stimmen vor Dahl. Doch das letzte Wahllokal (Bezirk 14, Dannewerkschule) stand noch aus. Nicht wenige im Kreise der CDU zitterten, weil der Friedrichsberg gemeinhin als Dahl-Hochburg gilt. Und tatsächlich konnte der Bürgermeister hier noch punkten, konnte den Rückstand auf Neubauer um die Hälfte auf 60 Stimmen verringern, doch das reichte nicht mehr.

Die Wahlbeteiligung lag bei 66,8 Prozent und damit um etwa 50 Prozent höher als bei der Bürgermeisterwahl vor sechs Jahren. Das war jedoch erwartet worden und ist der Sogwirkung der Bundestagswahl zu verdanken. Dass der Amtsinhaber jedoch so wenig von seinem Amtsbonus profitieren konnte, wird mancher hingegen als Überraschung empfunden habe. Selbst in seiner Hochburg Friedrichsberg fuhr er als bestes Ergebnis lediglich 29,3 Prozent ein (Bezirk 14, Dannewerkschule). Das schlechteste Ergebnis bescherten im die Wähler im Bezirk 1 (Rathaus). Lediglich 17,3 Prozent machten ihr Kreuzchen hinter dem Namen Dahl. Mancher Holmer wird sich daran erinnert haben, dass Dahl es war, der den nächtlichen Musik-Umzug der Holmer Beliebung verbieten wollte. Im Bezirk Rathaus konnte übrigens Christiansen glänzen. 50,5 Prozent erreichte er hier. Sein bestes Ergebnis an diesem Abend.

Und dann gab es da ja noch zwei weitere Bewerber, die konsequent den ganzen Abend über keine Rolle spielten. Ingo Harder vom Bündnis für Bürger überzeugte 6,5 Prozent der Wähler. Noch schlechter schnitt der unabhängige Kandidat Ronny Haardt ab, der karge 4,6 Prozent für sich verbuchte.

 

 

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erstellt am 22.Sep.2013 | 22:31 Uhr

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