zur Navigation springen

Schleswiger Nachrichten

04. Dezember 2016 | 21:31 Uhr

Schleswiger Königswiesen : Bis Frühjahr 2018 kein Durchkommen mehr

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Aus Sicherheitsgründen wird der zentrale Zugang zu den Königswiesen ab Montag für die Öffentlichkeit gesperrt.

So mancher Schleswiger Spaziergänger wird sich ab Montag umstellen müssen. Denn dann wird der zentrale Fußgängerweg zu den Königswiesen gesperrt – und zwar voraussichtlich bis Frühjahr 2018. Bis dahin soll auf dem großen Areal zwischen den Königswiesen und der Brauerei ein neues Stadtquartier entstehen. „Aber es ist einfach zu gefährlich, wenn während der Arbeiten mitten durch das Baufeld Spaziergänger laufen“, sagt Paul Sindram.

Der Architekt und Sohn von Sybille Schmid-Sindram (Waterkant-Immobilien), die das ambitionierte Bauprojekt realisiert, hat deshalb einen Antrag an die Stadt gestellt, den Fußgängerweg dauerhaft zu sperren. „Es ist nicht anders machbar“, sagt er. Denn: Rechts und links der Querung werde künftig kräftig gebaut. Das gesamte Gelände solle dabei als Ganzes entwickelt werden, so dass es dort in den nächsten Monaten einen regen Baustellenverkehr geben werde.

Dass es dabei zu gefährlichen Situationen mit Fußgängern kommen könnte, gleichzeitig aber auch die Bauarbeiten behindert werden, hat man auch bei der Stadt eingesehen und dem Antrag des Bauherren stattgegeben. „Wir haben dem aus Sicherheitsgründen zugestimmt“, bestätigt Rathaus-Sprecherin Antje Wendt. Zwar könne sie sich – ebenso wie Paul Sindram – vorstellen, dass nicht alle Schleswiger mit der Entscheidung glücklich seien, ausgerechnet den Hauptzugang zu sperren. Man sehe aber keine Alternative. Alle anderen Wege, die auf die Königswiesen führen, seien von der Maßnahme nicht betroffen. Bleiben also die Eingänge, die von der Plessenstraße, vom Stadthafen, am Luisenbad/Strandhalle und von der Königstraße (zwischen Netto und VR Bank) auf das Gelände führen.

Investorin und Grundstückseigentümerin Sybille Schmid-Sindram und ihr Sohn, Architekt Paul Sindram, vor dem Gelände an den Königswiesen.
Investorin und Grundstückseigentümerin Sybille Schmid-Sindram und ihr Sohn, Architekt Paul Sindram, vor dem Gelände an den Königswiesen. Foto: wim
 

Die Arbeiten laufen derweil auf Hochtouren. Gestern wurde damit begonnen, auf dem kleinen Platz direkt an der Königstraße neben der Brauerei („Waterkant-Platz“) Gründungspfähle in den Boden zu rammen. Demnächst werden dann die ersten Fundamente gegossen. Auf dem Gelände, das viele Jahre lang brach lag, entstehen sieben bis zu dreieinhalb Stockwerke hohe Baukörper mit insgesamt 140 Mietwohnungen (vom Ein-Zimmer-Appartement bis hin zur Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung). Zudem gibt es Platz für einige Büros, Läden oder auch Arztpraxen. Die Vermarktung werde in den kommenden Wochen beginnen, erklärt Sindram.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf fast 30 Millionen Euro. Bis zu 350 Menschen könnten in dem Wohnviertel ein neues Zuhause finden – und damit, so hofft man sowohl im Rathaus als auch innerhalb der Politik, die Innenstadt spürbar beleben.

 

zur Startseite

von
erstellt am 13.Nov.2016 | 08:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen