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Schleswiger Nachrichten

07. Dezember 2016 | 21:25 Uhr

A7 bei Schleswig : Baustellen-Streit: Warum der Parkplatz Lottorf vorerst dicht bleibt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Eigentlich sollten die Bauarbeiten schon seit Mai beendet sein. Doch ein Streit kostet Zeit.

Lottorf | Lastwagen- und Autofahrer müssen noch länger auf den Parkplatz Lottorf an der Autobahn 7 verzichten als bisher angenommen. Denn die Rastmöglichkeit an der Strecke Richtung Norden zwischen den Anschlussstellen Owschlag und Schleswig-Jagel wird und wird nicht fertig. Hintergrund ist ein Streit zwischen dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr und der Baufirma Schleswiger Asphaltsplitt-Werke (SAW).

Viele Autofahrer wundern sich darüber, dass es an der Baustelle nicht vorangeht. Unmut macht sich vor allem dann breit, wenn die zuständigen Behörden die Probleme nicht kommunizieren. Und der Parkplatz ist vor allem für LKW-Fahrer wichtig, die auf dem Weg nach Skandinavien sind und noch in Deutschland übernachten wollen - alle weiteren Parkplätze sind schon überfüllt.

Inzwischen ist das Unternehmen aus der Schleistadt bei einem Zeitverzug von dreieinhalb Monaten angelangt. Denn für die Bauarbeiten waren ursprünglich sieben Monate angesetzt. Sie begannen am 1. Oktober 2015 und sollten Anfang Mai enden. Doch der Parkplatz ist noch immer abgesperrt, die Arbeiten ruhen. Dabei sieht alles fast fertig aus.

Laut Karl-Heinz Roos, dem Leiter der Flensburger Niederlassung des Landesbetriebs, seien Baumängel festgestellt worden, die die Schleswiger Asphaltsplitt-Werke beheben müssen. Es handelt sich den Angaben zufolge um eine nicht ausreichend verdichtete Kiesschicht als Frostschutz unterhalb des bereits gelegten Asphalts. Der muss nun auf etwa 500 Quadratmetern wieder aufgerissen werden.

Eine Antwort auf die Frage, wie das Problem behoben werden soll, bleibt das Schleswiger Unternehmen SAW seit Wochen schuldig. „Es gibt noch immer kein Konzept“, sagte Karl-Heinz Roos auf Nachfrage des sh:z. Auch bei SAW herrscht Schweigen: „Wir geben keine Auskünfte“, hieß es lapidar aus dem Sekretariat des Unternehmens. Dass es die Freigabe dringend benötigter Parkplätze für Lastwagenfahrer, die ihre Ruhezeiten einhalten müssen, verzögert, scheint den Verantwortlichen egal zu sein. Wie lange das noch so weitergehen soll, vermag Roos nicht zu sagen. Es werde noch verhandelt.

Immerhin: Die Geschwindigkeitsbegrenzung wurde von 80 auf 100 Stundenkilometer angehoben. Weil dort aktuell keine Bautätigkeiten stattfinden, konnte man sich mit Polizei und Verkehrsbehörde auf die neue Begrenzung einigen, so Heiko Tessenow, Bereichsleiter für Straßenbau vom Landesbetrieb.

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erstellt am 15.Aug.2016 | 16:39 Uhr

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