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Schleswiger Nachrichten

31. Mai 2016 | 12:02 Uhr

Böklund : Ausgezeichnete Auenwaldschule

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Wettbewerb „Starke Schule“: Bildungsministerin Britta Ernst ehrt Vize-Landesmeister aus Böklund für gute Berufsvorbereitung.

Schon in der 7. Klasse wird der Wipo-Unterricht eingeführt, die Potenziale der einzelnen Schüler, ihre Stärken und Schwächen, werden analysiert und die Vielfalt des Berufslebens wird vorgestellt. In der 8. und 9. Klasse folgen jeweils zweiwöchige Betriebspraktika, in der 8. Klasse gibt es darüber hinaus zwei Wochen mit Werkstatttagen. Jürgen Lorenzen vom Ausbildungsverbund Nord kümmert sich als Berufseinstiegs-Begleitung um schwache Schüler, bereitet sie auf Bewerbungsgespräche vor, findet ihre Stärken heraus und bekräftigt sie in ihrem Tun. Zudem pflegt die Böklunder Gemeinschaftsschule intensive Kooperationen mit insgesamt 20 Wirtschaftspartnern sowie mit dem Schleswiger Berufsbildungszentrum, um ihre Schüler nicht nur auf die Lehre, sondern auch auf die weiterführende Schulausbildung vorzubereiten. „Wir bereiten unsere Schüler überhaupt aufs Leben vor, und wir fangen damit sehr früh an“, sagt Schulleiterin Gerhild Westphal – dies erfährt nun Wertschätzung: Die Böklunder Auenwaldschule ist zum Landes-Vizemeister des Wettbewerbs „Starke Schule“ gekrönt worden – für ihre gute Integration von Förderschullehrern und die starke Vernetzung auch mit den Eltern.

Der bundesweite Wettbewerb, an dem in diesem Jahr rund 650 Schulen teilnahmen, prämiert Schulen, die ihre Schüler besonders gut auf die Berufswelt vorbereiten und wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutschen Bank Stiftung ausgelobt.

Lehrer und Schüler aus Böklund nahmen gestern in Kiel die Auszeichnung von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) entgegen, die die Schirmherrschaft für den Wettbewerb in Schleswig-Holstein übernommen hat. „Die ausgezeichneten Schulen gestalten ihre pädagogische Arbeit so, dass die Jugendlichen optimal auf den Übergang von den Schulen in den Beruf vorbereitet werden“, sagte Ernst. Dies lasse sie selbstbewusst ihren weiteren Weg gehen. Auch Dierk Martin, Schulverbandsvorsteher, der Schüler und Lehrkräfte nach Kiel begleitete, war stolz: „Das ist ein riesiger Erfolg für unsere Gemeinschaftsschule und zeigt die sehr gute Arbeit, die jeden Tag dort geleistet wird.“

Den ersten mit 5000 Euro dotierten Platz sicherte sich die Grund- und Gemeinschaftsschule in Mildstedt (Nordfriesland). Die Leif-Eriksson-Gemeinschaftsschule in Kiel wurde mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Auf Platz vier und fünf folgen die Gemeinschaftsschule Wilster und die Gemeinschaftsschule Harksheide aus Norderstedt. Die fünf ausgezeichneten Schulen werden in ein länderübergreifendes Netzwerk aufgenommen. Vier Jahre lang erhalten Lehrer und Schulleiter Zugang zu Fortbildungen, zu Unterrichts-, Organisations- und Personalentwicklung. Die Mildstedter Schule hat zudem die Chance auf den Bundessieg. Dessen Titelträger wird am 21. April in Berlin von Bundespräsident Joachim Gauck bekanntgegeben. Für die Verwendung des Preisgeldes (3500 Euro) werden nun Ideen gesammelt, erklärte die Schulleiterin im Anschluss an die Preisverleihung. Die Schüler wissen nach ihrem Besuch im Landeshaus allerdings schon, was auf ihrer Wunschliste ganz oben steht: ein Paternoster für die Schule.

 

 

 

 



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erstellt am 03.Feb.2015 | 16:30 Uhr

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