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Schleswiger Nachrichten

10. Dezember 2016 | 02:19 Uhr

Förderverein Schleswiger Werkstätten : Adventskalender 2016: Jedes Türchen ein Gewinn

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Förderverein der Schleswiger Werkstätten gibt erstmals einen Adventskalender heraus. Verkaufsstart ist am Sonnabend.

Es ist eine Premiere für Schleswig und wohl der wichtigste Termin der Woche, da sind sich die Initiatoren sicher. Gestern wurde er offiziell in der Buchhandlung Liesegang vorgestellt: Der Adventskalender 2016 des Fördervereins der Werk- und Wohnstätten für Behinderte Menschen der Schleswiger Werkstätten. Hans-Joachim Volkmann, Vorsitzender des Fördervereins, hofft auf einen Erfolg des Kalenders, der mit hochwertigen Gewinnen gefüllt ist.

„Wir haben das Rad nicht neu erfunden. Bereits viele gemeinnützige Unternehmungen geben jährlich so einen Kalender heraus.“ Der Unterschied sei, dass hier sämtliche Gewinne im Gesamtwert von 5000 Euro aus dem Portfolio der Schleswiger Werkstätten stammten – von der Weihnachtsgans über Segeltaschen bis zu Loungemöbeln aus dem „Schleiwerk“. „Wir haben im März mit den Planungen für den Kalender begonnen. Bis die Preise feststanden und das Design geklärt war, hat es gedauert“, sagt Volkmann. Es habe sich aber gelohnt. „Wir haben immer einen hohen Finanzbedarf. Eine Tombola wie diese ist ein Weg, darauf aufmerksam zu machen.“

Fünf Euro kostet der Kalender, der ab Sonnabend, 29. Oktober, in der Buchhandlung Liesegang im Stadtweg 22 und im „Schleiwerk“ in der Werner-von-Siemens-Straße 8 zu bekommen ist. Der Erlös geht vollständig an den Förderverein. „Wir möchten mit dem Geld Projekte finanzieren oder unterstützen“, sagt Volkmann. Dabei gehe es um Freizeitaktivitäten wie beispielsweise eine Gruppenfahrt zu einem Fußballspiel oder die Anschaffung neuer Ausstattung wie etwa Musikinstrumente.

Für Konzeption, Layout und Gestaltung des Kalenders war Bentje Heldt von der Medienwerkstatt zuständig. Auf der Vorderseite des Kalenders umrahmen 72 Portraits von Beschäftigten der Schleswiger Werkstätten und der Tagesförderstätte ein winterliches Foto, das einen Blick auf die Freiheit zeigt. Unverkennbar ist das rote Wikingerschiff, das Logo der Schleswiger Werkstätten – dieses Mal mit Weihnachtsmütze. Die Bilder geschossen haben die Fotografen Jim Morris, Andreas Schwanbeck und Szilvia Kelting. Sie alle finden es super, dass so viele mitgemacht haben und sich mit oder ohne Weihnachtsmütze haben ablichten lassen. „Menschen mit Behinderung zu fotografieren, sei eine besondere Herausforderung“, sagt Morris. Man wolle es besonders gut machen, ergänzt Kelting. Negin Momeni vom „Schleiwerk“ sieht in der aufwendigen Aktion einen Mehrwert für die Beschäftigten. „So wird deutlich, das alle unsere Leute ein Teil des Ganzen sind. Der Kalender ist etwas von uns, er ist etwas von Schleswig.“

Das Ergebnis könne sich sehen lassen, sagt auch Bentje Heldt, die auf der Rückseite des Kalenders auch noch viele Informationen unterbringen musste. „Wir haben uns bewusst für eine leichte Sprache entschieden, damit jeder eine Chance hat zu verstehen, wofür der Kalender da ist, und wie er funktioniert.“ Auf jedem Adventskalender steht nun eine persönliche Gewinn-Nummer von 1 bis 4000, hinter jedem Türchen die Gewinne des Tages. Jede Nummer kann einmal gewinnen. Ab dem 1. Dezember werden die Gewinnnummern täglich auf der Internetseite der Schleswiger Werkstätten (www.schleswiger-werkstaetten.de) und auf der Facebookseite der „Gruppe Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie“ (facebook.com/NGDGruppe) veröffentlicht. Zudem werden die Gewinnnummern im Schaufenster der Buchhandlung Liesegang angeschlagen. Für die Auslosung und Benachrichtigung ist Silke Kruse zuständig. Die meisten Gewinne können dabei direkt in der Buchhandlung abgeholt werden. „Gerne soll der Kalender zu einer Tradition werden“, sagt Volkmann, der sich insbesondere bei Axel Böhringer, Geschäftsführer der Buchhandlung Liesegang, für die Kooperation bedankt. Unterstützung gibt es auch von weiteren ortsansässigen Firmen wie dem Baugeschäft Oldsen in Taarstedt, dem Toom-Baumarkt und Meesenburg. Prominente Unterstützung gibt es auch von „Tagesschau“-Sprecherin Linda Zervakis: „Der Förderverein rückt durch diese Aktion die Menschen mehr in die Mitte der Gesellschaft. Eine super Sache“, hatte sie dem Förderverein schriftlich mitgeteilt.

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erstellt am 27.Okt.2016 | 09:00 Uhr

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