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Schleswiger Nachrichten

03. Dezember 2016 | 03:36 Uhr

Rathaus Kropp : Abriss bis zum Ende des Jahres

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Mitarbeiter beziehen während der Bauphase Übergangsbüros im Ort.

Wenn das alte Rathaus abgerissen und das neue gebaut wird, „werden aller Voraussicht nach alle Mitarbeiter in Kropp bleiben können“, erklärte Bürgermeister Stefan Ploog in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses. Der Abriss soll möglichst bis Ende des Jahres erfolgen. Die Bauabteilung zieht vorübergehend in den Bauhof. Mehr Informationen werde es Ende des Monats geben, da das Thema im Ort heiß diskutiert werde, so Ploog. Ein Gerücht entkräftete er am Rande der Sitzung: „Dass das Forum eine dauerhafte Belegung bekommt, werden wir verhindern können.“ Lediglich Trauungen sollen dort stattfinden.

Gute Neuigkeiten hatte der Bürgermeister bei der geplanten Sanierung der Kropper Grundschule. Statt der bisher geschätzten 700  000 Euro seien die Kosten nun auf 550  000 Euro festgelegt. Die Pläne für das EDV-Netz und die Umstellung auf LED stünden, so Ploog. Die Arbeiten würden voraussichtlich zwei Monate dauern und „könnten grob geschätzt Anfang 2017 fertig sein“. Wo die Schüler in der Zwischenzeit untergebracht werden, werde man in Kürze mit dem Schulleiter Heinz Schlüter besprechen und dann den Eltern mitteilen, betonte er.

Beim Rettungszentrum steht die vorläufige Kostenrechnung bei rund 2,8 Millionen Euro – etwas weniger als zunächst geschätzt. Spätestens im nächsten Frühjahr solle mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Gut sehe auch die Finanzplanentwicklung der Gemeinde aus, so der Bürgermeister. Durch die Grund- und Gewerbesteuern gibt es Mehreinnahmen von rund 218  000 Euro. „Von der guten Konjunktur profitieren die Betriebe“, erklärte Ploog. „Doch dies ist eine Momentaufnahme und nur ein Teil des Gesamthaushalts. Wir werden an anderer Stelle Mehrausgaben haben.“ Die Summe „ist nicht das, was wir am Ende in der Tasche haben“.

Ein weiteres Thema war der Beitritt des Zweckverbandes Interkommunales Gewerbegebiet Schleswig-Schuby (IKG) zur Wirtschaftsförderungs- und Regionalentwicklungsgesellschaft Flensburg/Schleswig (Wireg) zum 1. Januar 2017. „Die Wireg stellt sich neu auf, da die Nord-Ostsee Sparkasse draußen ist. Das IKG hat vor, deren Anteil von 3,99 Prozent am Stammkapital zu übernehmen“, erklärte Stefan Ploog. Dem müssten alle 23 Gemeinden, die Teil des IKG sind, zustimmen. Dieter Mahrt (SPD) merkte die langsame Entwicklung des Gewerbegebiets an. „Der Beschluss für das IKG musste schnell gehen, jetzt sitzen wir kleine Gemeindevertreter hier und warten.“

Die Ausschussmitglieder nahmen zustimmend zur Kenntnis, dass sich die Gemeinde um ein Dorfentwicklungskonzept bemühen wird, um öffentliche Fördergelder zu akquirieren. Von den Kosten des Konzepts von 50  000 Euro „können wir 65 bis 75 Prozent fördern lassen“, so Ploog. Er sprach auch eine Idee an, wofür man die Fördergelder verwenden könnte: „Wir könnten sie investieren, wenn wir uns Gedanken über eine Mehrzweckhalle machen sollten.“ Wobei er ausdrücklich den Konjunktiv benutzte.
Weiteres in Kürze:
> Einstimmig empfohlen wurde eine Ausfallbürgschaft für die Abwasserentsorgung Kropp GmbH über 2,5 Millionen Euro.
> Das Freibad zählt bisher 46  500 Besucher. Letzter Öffnungstag in diesem Jahr ist der 24. September.


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