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Schleswiger Nachrichten

07. Dezember 2016 | 11:45 Uhr

Nach Stillstand der Bauarbeiten : A7: Auf dem Rastplatz Lottorf wird wieder gearbeitet

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Schleswiger Asphaltsplitt-Werke haben die Arbeit wieder aufgenommen – trotz Streits um Fehler beim Ausbau.

Gute Nachrichten für Autofahrer auf der A7: Es tut sich was auf dem Autobahn-Rastplatz Lottorf. Folglich soll auch bald Schluss sein mit der Geschwindigkeitsbegrenzung zwischen den Anschlussstellen Owschlag und Schleswig/Jagel, die Autofahrer, die im Bereich des Rastplatzes in Richtung Norden unterwegs sind, bereits seit Oktober vergangenen Jahres ausbremst. Die Schleswiger Asphaltsplitt-Werke (SAW) haben die Arbeit auf der Baustelle wieder aufgenommen. Gestern rollten bereits Bagger, Fräsen und Lkw über das Gelände, nachdem vier Monate lang Stillstand geherrscht hatte.

Der Ausbau des Rastplatzes hätte eigentlich längst fertig sein sollen. Bereits im Mai dieses Jahres sollten Autofahrer ihn wieder anfahren können. Doch ein Streit zwischen SAW und dem Auftraggeber, der Flensburger Niederlassung des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr, brachte alle Aktivitäten auf der Baustelle zum Erliegen. Nachdem eine Walze auf dem bereits neu asphaltierten Parkplatz eingebrochen war, wollten weder Landesbehörde noch SAW Verantwortung für die Baupanne übernehmen.

Fortsetzung der Arbeiten sei Unmut der Autofahrer geschuldet

Der Landesbetrieb als Auftraggeber warf der ausführenden Firma aus Schleswig Pfusch am Bau vor. Karl-Heinz Roos, Leiter der Flensburger Niederlassung des Landesbetriebes, führte den durch viel Niederschlag aufgeweichten Boden als Ursache für die Baupanne an und beanstandete, dass die Firma ihren Pflichten zur Beseitigung des Wassers nicht nachgekommen sei, ebenso wie der späteren Aufforderung, den dadurch entstandenen Schaden auf der Baustelle zu beheben. Norbert Klose, Geschäftsführer von SAW, sprach von „unterschiedlichen Sichtweisen in diesem Fall“, wollte sich aber nicht näher zu den Vorwürfen äußern.

Auch Guido Tatge, ebenfalls Geschäftsführer von SAW, will nichts von einer ungeklärten Schuldfrage wissen, nachdem am Montag ein Nachtragsauftrag vom Landesbetrieb an seine Firma erteilt wurde. Karl-Heiz Roos, der zuvor harte Vorwürfe gegen SAW formuliert hatte, bestätigt derweil zähneknirschend die neue Auftragsvergabe, sagt aber: „Von einer Einigung würde ich in dieser Sache nicht sprechen. Die Einschätzungen sind weiterhin unterschiedlich.“ Sicherlich sei die jetzt trotzdem eingeleitete Fortsetzung der Arbeiten vor allem dem Unmut der Autofahrer geschuldet und ihrem Unverständnis dafür, im Bereich des Rastplatzes Lottorf auf der Autobahn erst auf Tempo 80 und später, nachdem auf der Baustelle schon lange nicht mehr gearbeitet worden war, auf Tempo 100 gedrosselt worden zu sein.

Abschluss der Bauarbeiten bis Anfang November geplant

Die Gesamtkosten der Bauabnahme erhöhen sich nach Angaben von Roos durch den Nachtragsauftrag von 1,5 auf 1,6 Millionen Euro, allerdings sei man damit weiterhin deutlich unter den ursprünglich für den Ausbau des Rastplatzes veranschlagten Ausgaben geblieben.

Spätestens am 3. November sollen die Hinweisschilder, die schon kurz hinter der Rader Hochbrücke im Bereich des Rasthofes Hüttener Berge zurzeit noch auf den geschlossenen Parkplatz Lottorf hinweisen, passé sein. Bis dann will SAW den Rastplatz fertig gestellt haben, der dann mehr Stellplätze, vor allem für Lkw, und im Speziellen für Sondertransporter bereithält. Auch die Toiletten am Rastplatz Lottorf können dann wieder von den Verkehrsteilnehmern genutzt werden.

„Wir werden den Termin einhalten, vorausgesetzt das Wetter spielt mit“, sagt auch SAW-Abteilungsleiter Mehdi Behnam. Sämtliche Pflasterarbeiten seien längst fertig. Nun müssten nur noch die angesprochenen Schäden behoben werden. Auf 1000 Quadratmeter Fläche würden die Frostschutzschichten und der darunter liegende sogenannte untragfähige Boden abgetragen und durch tragfähige Erde ersetzt. Dann werde eine Drainage verlegt, die für dauerhafte Entwässerung sorgt und anschließend ein Gemisch aus Asphalt und Beton als Deckschicht aufgetragen.

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erstellt am 14.Sep.2016 | 07:00 Uhr

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