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Schleswiger Nachrichten

03. Dezember 2016 | 14:48 Uhr

FreibaD Kropp : 3920 Bahnen für den guten Zweck

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Kropper Freibad nimmt an bundesweiter Spendenaktion teil. Positive Saisonbilanz: In diesem Jahr kamen mehr als 54 000 Besucher.

190 Schwimmer haben für die Aktion „Deutschland schwimmt“ am Sonnabend im Kropper Freibad insgesamt 3920 Bahnen gezogen – was sich auf 196 Kilometer summierte. Dafür waren sie auf einer abgetrennten 50-Meter-Bahn unterwegs, wobei jede Runde vom Beckenrand aus mitgezählt wurde. Hintergrund war eine Aktion der Konzerne Disney, Rewe und Allianz, die 200  000 Euro für Schwimmunterricht spenden wollen, wenn Teilnehmer in ganz Deutschland zusammen 3621 Kilometer schwimmen, was rein rechnerisch einer Umrundung Deutschlands entspricht. Bei 876 erreichten Kilometern gäbe es immerhin noch 50  000 Euro, um bedürftigen Kinder das Schwimmenlernen zu ermöglichen.

„Wir sind das einzige Freibad, das teilnimmt“, berichtete Jördis Bleßmann über die Aktion, die die Kropper Wasserfreunde und die DLRG gemeinsam umsetzten. Bei sonnigem Wetter und 27 Grad Wassertemperatur waren die Bedingungen gut. Dennoch sei es anstrengend, betonte Martin Thomsen, der nach 170 geschwommenen Bahnen aus dem Becken stieg. Er ist Triathlet und schwimmt auch schon mal von Rügen nach Stralsund. 8500 Meter im Becken zu schwimmen, sei dagegen etwas eintönig, meinte er: „Da ist Kachel an Kachel.“ Zwischenzeitlich habe er auch Probleme mit Krämpfen gehabt. Doch die Aktion sei „eine super Sache für den guten Zweck“.

Ein starker Schwimmer war auch Sebastian Bendler, der sechs Kilometer zurückgelegte – immerhin 120 Bahnen. Wie viele Kilometer die Schwimmer bundesweit geschafft haben, stand gestern noch nicht fest.

Mit der Spendenaktion ging in Kropp die Saison zu Ende, seit gestern ist das Freibad voraussichtlich bis zum 1. Mai geschlossen. Mehr als 54  000 Besucher wurden dieses Jahr gezählt, „fast 10  000 mehr als letztes Jahr“, freute sich Bürgermeister Stefan Ploog. Die Gemeinde sei sehr zufrieden mit der Saison, der Bauhof und beide Bademeister hätten sehr gute Arbeit geleistet. „Wir hatten keine Einsätze und keine Verletzten“, zog auch Bademeister Volker Schulze eine positive Bilanz: „Alles war gut. Wir sind zufrieden.“ Lediglich im August hätte es aufgrund des schlechten Wetters einen Durchhänger gegeben – der aber durch den sommerlichen September aufgefangen wurde. Schließlich hatte Ploog die Öffnungszeiten des Freibads wie im vergangenen Jahr vom ersten September-Wochenende bis zum Monatsende verlängert.

Die Zusammenarbeit mit Gemeinde und Bademeistern sei sehr gut gelaufen, sagte Jochen Reimer, Technischer Leiter der DLRG, die 200 Stunden Wachdienst geleistet hat. Wobei mehr möglich gewesen wäre, „wenn wir mehr Rettungsschwimmer gehabt hätten“. Gerade in den Sommerferien hätten oft nur Schüler und Pensionäre Zeit gehabt. „Wir suchen ständig Schwimmbegeisterte, die Lust auf Wasserrettungsdienst und Schwimmausbildung haben“, hofft er auf Unterstützung. In die Schwimmausbildung wurden 754 Stunden investiert und über 100 Abzeichen verteilt, darunter 55 Mal Seepferdchen, 33 Mal Bronze, 21 Mal Silber und sieben Mal Gold. Wo die DLRG im Winter trainieren wird, stehe noch in den Sternen. „Zurzeit haben wir Hallenzeiten in Eggebek, freitags von 19 bis 21 Uhr“, so Reimer.

Im Freibad beginne derweil das „Einwintern“, sagte Volker Schulze. Strandkörbe, Tische und Stühle werden weggeräumt, das Wasser im Becken um zehn Zentimeter abgesenkt und abgedeckt. Kaputte Fliesen werden ersetzt. Und es wird wohl weitere Instandhaltungsarbeiten geben. „Die Wachtürme müssen saniert werden, die kommen in die Jahre“, so Bürgermeister Ploog, der betonte: „Die Sicherheit der Nutzer und Arbeiter ist das Wichtigste.“ Mehr Schließfächer sollten angeschafft werden, auch im Kinderbecken und auf dem Spielplatz stünden Arbeiten an. In dem Freibad aus den 70er Jahren „gibt es immer was zu tun“, meinte er.

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erstellt am 26.Sep.2016 | 11:59 Uhr

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