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Musizieren in Kappeln : Schleiorchester mit Nachwuchssorgen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Bläser spielen neben typischen Märschen auch Filmmusik und moderne Stücke. Auch Anfänger ohne Instrumente sind willkommen.

Nadja Häfner ist die Neue im Schleiorchester. Bis vor kurzem hat sie in Rheinland-Pfalz in einem Orchester gespielt. Dann brachte sie im vergangenen Jahr eine berufliche Neuorientierung nach Kappeln. „Ich habe hier oben nach musikalischem Anschluss gesucht und ihn im Schleiorchester gefunden. Seit November bin ich jetzt dabei und bin gleich ganz toll aufgenommen worden“, sagt Häfner begeistert.

Musik war immer schon ihre große Leidenschaft, und so hat sie schon als kleines Mädchen angefangen Baritonhorn zu spielen. Inzwischen macht sie im Verein nicht nur Musik sondern freut sich besonders über das gute Miteinander und hat die Internetsseite neu gestaltet.

Einmal in der Woche trifft sich das Orchester zum gemeinsamen Üben. „Wir sind ein Bläserchor“, erklärt Uwe Kornienko, der Vorsitzende des Vereins. „Wir haben hier ganz viele verschiedene Blasinstrumente.“ Er selbst spielt Trompete, seine Frau bläst die Querflöte. Aber es gibt auch eine Klarinette, Saxophone, Tuben und Hörner. „Jedes Blasinstrument ist bei uns willkommen und wir haben auch ein Schlagzeug.“

Das Repertoire des Chores ist abwechslungsreich. Dafür sorgt insbesondere Johannes Kringel, der Leiter und Dirigent, der selbst auch Trompete spielt. Der Berufsmusiker kommt jeden Freitag extra aus Kiel angereist. „Wir spielen nicht nur die typische Blasmusik, wie Märsche und solche Sachen“, erläutert er. „Auf unserem Programm stehen auch moderne Stücke, Musicalsongs, Filmmusik oder Medleys.“

Dabei bereiten sich die Musiker auch ständig auf öffentliche Aufführungen vor. „Demnächst spielen wir in der Nikolaikirche, ab und zu sind wir in Kappeln in der Innenstadt zu hören und manchmal treten wir auch außerhalb von Kappeln auf. So sind wir zum Beispeil im November in der Stadthalle in Eckernförde zu hören“, sagt Kornienko. Insgesamt sind es etwa 20 Auftritte, die das Orchester jedes Jahr absolviert. „Wir sind sehr aktiv und möchten es auch bleiben. Aber wie die meisten Vereine haben wir das Problem, dass es schwer ist, neue Mitglieder zu finden. Die jungen Leute gehen meistens nach der Schule aus Kappeln weg. Zwei unserer Mitglieder studieren jetzt leider in Hamburg. Oder jemand verändert sich familiär oder beruflich und hat keine Zeit mehr. Wir freuen uns daher besonders über jeden Neuzugang. Heute hat unser Orchester 21 aktive Mitglieder. In den 60er-Jahren waren es einmal fast 100“, so der Vorsitzende.

Alle sind begeisterte Musiker und möchten diese Begeisterung gerne an neue Mitglieder weitergeben. „Wir suchen Menschen, die Lust haben Musik zu machen. Wer zu uns kommen will, braucht kein Profimusiker zu sein. Wir nehmen auch blutige Anfänger. Man braucht nicht einmal ein Instrument mitzubringen. Das stellen wir gerne zur Verfügung“, führt Kornienko aus. Kringel ergänzt, dass er auch Unterricht gibt und dazu auch jeweils etwas früher zur Übungsstunde kommen würde. „Dann kann auch ein Anfänger meist schon nach kurzer Zeit zumindest die einfacheren Stücke mitspielen. Was wichtig ist, sind Lust und Ausdauer und natürlich Interesse für die Musik“, betont er und Häfner ergänzt: „Es macht einfach ganz viel Spaß hier mitzumachen.“



>Die Musiker des Schleiorchesters Kappeln treffen sich jeden Freitag von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr im TSV-Sportlerheim, Hindenburgstraße. Wer Interesse hat, kann einfach hingehen oder vorher anrufen. Telefonnummern, Konzerttermine und andere Informationen unter www.schleiorchester-Kappeln.info.


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