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Schlei-Bote

05. Dezember 2016 | 01:29 Uhr

Langballig/Maasholm : Wasserballett und Rettungsmanöver

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Einsatzkräfte zeigen ihr Können in Langballigau. Gedrückte Stimmung in Maasholm wegen Verlegung der Crew nach Olpenitz.

Höhepunkt beim „Tag der Seenotretter“ in Langballigau waren gestern Nachmittag verschiedene Rettungsübungen unmittelbar vor der mit zahlreichen Zuschauern besetzten Seebrücke. Zwei Rettungsmänner in Überlebensanzügen simulierten zunächst „Mann über Bord“ und markierten dabei mit Rauchfackeln ihre Position im Wasser. Sie wurden schnell vom Beiboot des als Gast anwesenden dänischen Heimwehrkutters MHV 910 „Ringen“ geborgen. Danach kam das vor Ort stationierte Seenotrettungsboot „Werner Kuntze“ zum Einsatz und zog weitere über Bord Gegangene durch seine Rettungspforte in Sicherheit. Als optischen Leckerbissen für die Zuschauer an Land vollführten dann alle beteiligten Boote ein spektakuläres „Wasserballett“, bei dem eines in voller Fahrt jeweils die Hecksee des anderen kreuzte und teilweise große Sprünge vollführte. Den Abschluss bildete ein Schleppmanöver, bei dem die „Werner Kuntze“ ein Fischerboot auf den Haken nahm.

Zu Beginn war der Salondampfer „Alexandra“ mit Kapitän Günter Herrmann nach einer einstündigen Rundfahrt Richtung Flensburg verabschiedet worden. Der in den vorangegangenen Jahren beteiligte große dänische Rettungshubschrauber konnte wegen eines Einsatzes diesmal nicht kommen.

Begonnen hatte der Tag mit einem Hafengottesdienst mit dem Söruper Bläserkorps. Bei der von zahlreichen Besuchern gespendeten Kollekte kamen 667 Euro zusammen, die an die „Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ gehen. Während des Nachmittags gab Oberleutnant zur See Arne Petersen, der Kommandant der „Ringen“, sein Schiff zur Besichtigung frei. Gesanglich mit von der Partie war der Shanty-Chor „Hornblower“ aus Tarp.

Auch in Maasholm zogen die Haupt- und Ehrenamtlichen der Rettungsstation der deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gestern alle Register ihres Könnens – doch ihre Stimmung war wegen der bevorstehenden Verlegung der hauptamtlichen nach Olpenitz getrübt. Angesichts dieser Aussichten wurden die Rundfahrten durch den Hafen und auf der Schlei eifrig genutzt. Der Kreuzer und die beiden Seenotrettungsboote „Wuppertal“ aus Maasholm sowie „Karl van Well“ aus Damp waren pausenlos im Einsatz. Die Hoffnung, dass ein SAR-Rettungshubschrauber zu einer gemeinsamen Übung kommen würde, zerschlug sich wegen einer Gewitterfront über der Ostsee. Stattdessen gab es Rettungsübungen der Seenotretter – Einsatz der „Nis Randers“-Löschkanone und wie in Langballigau mehrere „Mann über Bord“ - Rettungsdemonstrationen. Zu diesem Zweck rutschte das Tochterboot „Onkel Willi“ aus der „Nis Randers“ heraus und eilte den im Hafen treibenden Männern zur Hilfe.

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