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Schlei-Bote

03. September 2014 | 01:43 Uhr

Nieby : Wählergemeinschaft gegen "Überfremdung"

vom

Die Gruppe "Freie Wähler Nieby" hat sich dem Naturschutz verschrieben. 25 Bürger schrieben sich in die Mitgliederliste ein.

Nieby | In der Küstengemeinde Nieby ist eine neue Wählergemeinschaft gegründet worden: die "Freien Wähler Nieby" (FWN). Auf Anhieb schrieben sich 25 Bürger in die Mitgliederliste ein. Zum ersten Vorsitzenden wurde Wolfgang Berthold gewählt, sein Stellvertreter ist Ulrich Fengler. Die Schriftführung übernimmt Peter Asmusen, die Kassenverwaltung Jutta Schulke-Vandre. Fengler nimmt zudem den ersten Listenplatz für die Kommunalwahl im Mai ein.
Die "Freien Wähler Nieby" verstehen sich mit ihrem Programm als Alternative zur bestehenden "Kommunalen Wählergemeinschaft Nieby", die sich unter Führung von Bürgermeisterin Renate Mielenz im vergangenen Jahr vergeblich für die Verwirklichung des millionenschweren Reiter- und Ferienprojekts auf dem inzwischen verwahrlosten Gelände der früheren Kaserne auf der Sandkoppel eingesetzt hatte. Hier wollte der Stuttgarter Investor Joachim Bäurle, der in Esgrus einen Zweitwohnsitz hat, das "Reit- und Naturresort Geltinger Birk" verwirklichen - ein kombiniertes Angebot aus Hotel, Ferienappartements und Ferienhäusern inklusive Reiterhof, Reithalle, Springplatz und rund 20 Hektar Weidefläche.
An den Hotelkomplex angrenzen sollte außerdem ein Wellnessbereich mit Sauna, Pool, Massageräumen und Naturschwimmteich. Doch der Investor erklärte letztlich das Aus für sein Projekt, weil die Proteste des Nabu Ostangeln und der örtlichen Naturschützer zu massiv waren und die Landesplanungsbehörde - auch deshalb - Bedenken hegte.
Die neu gegründete FWN besteht nach den Worten ihrer Sprecherin Gabriele Weinmann aus Einwohnern, die sich aus Gründen des Naturschutzes und der Sorge vor "Überfremdung" der Dörfer Nieby und Falshöft schon von Anfang an vehement gegen das Großvorhaben ausgesprochen hatten. Ja sagen sie ausschließlich zu einem "sanften Tourismus". "Wir wollen uns auch in Zukunft für den Erhalt unserer idyllisch am Rande der Geltinger Birk gelegenen Gemeinde einsetzen und den Rückbau der alten Kasernenanlagen verlangen", erklärte Gabriele Weinmann auf Anfrage. Auf der Kandidatenliste der FWN nimmt sie den zweiten Platz vor dem Vorsitzenden Wolfgang Berthold ein. Weitere Bewerber um ein Mandat in der nächsten Gemeindevertretung sind Hildegard Mielenz (Platz 4) und Dietrich-Otto Franke.

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Anzumerken bleibt, dass es in der nächsten Legislaturperiode ein neues kommunales Oberhaupt in Nieby geben wird. Renate Mielenz will sich nach eigenem Bekunden nicht wieder um das Bürgermeisteramt bewerben, denn - salopp gesprochen - hat sie nach dem gescheiterten Sandkoppel-Projekt in Sachen Kommunalpolitik "die Nase voll". Die Bürgermeisterin war nach dem Rückzug von Investor Bäurle und somit dem Aus für das "Reit- und Naturresort " mit sofortiger Wirkung aus der Nabu-Ortsgruppe ausgetreten, weil diese das hoffnungsvolle Projekt zu Fall gebracht hatte.

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von hjk
erstellt am 25.Feb.2013 | 07:31 Uhr

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