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Schlei-Bote

07. Dezember 2016 | 19:32 Uhr

Rotary-Club Kappeln : Von Kappeln in die große Modewelt

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Thies Meyer und Stephan Sunder-Plassmann erhielten auf Gut Frauenhof den Rotary-Förderpreis für ihr Label „Frisur“.

Sie sind jung, kreativ und ehrgeizig. Sie wollen in der Modewelt nicht nur mitreden, sondern Trends setzen. Thies Meyer und Stephan Sunder-Plassmann, 28 und 29 Jahre alt, ziehen in Berlin die Blicke der Modewelt auf sich. Ihre Wurzeln liegen aber in Kappeln. Hier haben sie ihre ersten Mode-Schritte getan, hierhin zieht es sie zurück, wenn zwischen Fotoshooting und Modemesse, Entwurfsphasen und Vermarktung, Urlaub vom Stress angesagt ist. Der Kappelner Rotary-Club hat die Designer jetzt mit dem Rotary-Förderpreis ausgezeichnet und damit die Leistung der Kappelner Jungs gewürdigt.

Das Umfeld für die Überreichung der Auszeichnung hätte nicht passender sein können: Das altehrwürdige Gut Frauenhof mit seinen Fachwerkgebäuden bildete den Rahmen. Wolfram Luft war es, der nach der Begrüßung durch Rotary-Präsident Hans Hermann Tange die Laudatio auf Thies Meyer und Stephan Sunder-Plassmann hielt. Bereits zu ihrer Schulzeit an der Klaus-Harms-Schule haben sie begonnen, T-Shirts zu entwerfen und an ihre Mitschüler zu verkaufen. Schon damals legten sie so den Grundstein für ihre gemeinsame kreative Zukunft. Thies Meyer studierte Mode-Design in Berlin und Tel Aviv, Stephan Sunder-Plassmann in Weimar Visuelle Kommunikation.

Inzwischen entwickeln sie in einer einfach ausgestatteten Kreuzberger Werkstatt ihre Ideen. Am Anfang haben sie mit teils provokanten Model-Ideen in der Branche Interesse geweckt, jetzt sind sie dabei, sich unternehmerisch aufzustellen. Ihr Modelabel „Frisur“, hatten die beiden Freunde bereits während ihrer Schulzeit erfunden. Inzwischen beziehen sie Objekte mit in ihre Ideen ein. Zusammen mit der Mode bilden sie eine Einheit, an der sich die Entwicklung der Kollektion orientiert.

„Wir sind professioneller geworden“, berichtet Thies Meyer und erinnert an eine Modenschau vor rund einem Jahr in Kappeln. Wirtschaftliches Denken nehme inzwischen mehr Platz ein. Jetzt soll das Label gestärkt werden und das Unternehmen sich in der Branche etablieren. Dazu gehört, Händler und Kunden auf sich aufmerksam zu machen. „Wer Stil und Ehrlichkeit mag, ist bei uns gut aufgehoben“, verspricht Thies Meyer und weist auf die hohe Qualität der Stoffe und auf die neuen auch extravaganten modischen Ideen hin.

Die Designer wollen sich noch nicht festlegen, haben in ihrer Kollektion sowohl etwas für Menschen, die klassische Schnitte lieben, wie auch für den Modebewussten, der es flippig mag. Wichtig ist den Schöpfern, dass es Stil hat. „Wir haben aufgrund unseres Studiums zwar unterschiedliche Blickrichtungen, aber gerade diese Unterschiede sind es, die zu neuen gemeinsamen Labels führen, die unterschiedliche Ansichten aufheben und zu Kompromissen führen“, berichtet Modeschöpfer Meyer.

Die Entwicklung des Modelabels ist beeindruckend. In Deutschland haben sie sich bereits einen Namen gemacht, in den Benelux-Ländern fassen sie Fuß, und in Paris stellen sie in wenigen Tagen ihre Kollektion 2017 vor. Bevor dort die Modewelt ins Staunen gerät, hatten die anwesenden Damen auf Gut Frauenhof Gelegenheit, sich vom Sommertrend 2017 überzeugen zu können.


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