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Schlei-Bote

08. Dezember 2016 | 10:50 Uhr

Kappeln : Traumauto mit eingebauten Macken

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Autohaus stellt Berufsbildungszentrum ein Cabriolet zu Ausbildungszwecken zur Verfügung. Schule spricht von Stärkung des Kappelner Standortes.

Der blaue Lack glänzt im Scheinwerferlicht der Halle, kein STreifen ist auf der Windschutzscheibe zu sehen, und der Wagen riecht neu. Kein Wunder, denn das BMW-218  i-Cabriolet ist auch tatsächlich nagelneu. Und wohl jeder drei anwesenden Mechatronik-Auszubildenden am Kappelner Berufsbildungszentrum (BBZ) träumt wohl davon, so ein Fahrzeug sein Eigen zu nennen.

Bei dem Wagen handelt sich um eine Leihgabe des „Autohauses Bauer“. Der Autohändler hat dem BBZ Kappeln für die Ausbildung im Fachbereich Mechatronik das Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Jan Uwe Graack vom „Autohaus Bauer“ übergab jetzt im Rahmen einer kleinen Feierstunde die Schlüssel an den Fachlehrer Gerhard Petersen und an den Leiter der BBZ-Außenstelle Kappeln, Studiendirektor Uwe Schürch, in der Ausbildungswerkstatt des Kappelner BBZ. Mit dabei waren Vertretern von Handwerk und Schule sowie die drei Azubis, die sich mit dem Auto auf ihre Gesellenprüfung als Mechatroniker im Januar 2017 vorbereiten werden.

„Dieses neue Auto wird die Ausbildungssituation für Mechatronik verbessern“, erklärte Uwe Schürch. Das wiederum sei für die Region wichtig, weil Fachkräftemangel droht. Um dem entgegenzusteuern, hält das BBZ engen Kontakt zu den Betrieben. Die wiederum honorieren das, indem sie der Schule Fahrzeuge für den Unterricht zur Verfügung stellen. So wie jetzt das „Autohaus Bauer“.

Oberstudiendirektor Hans Hermann Henken, Leiter des BBZ Schleswig und damit auch für die Kappelner Außenstelle verantwortlich, bedankte sich herzlich für „das wunderbare Fahrzeug“. „Dieses Auto wird den Ausbildungsstandort Kappeln stärken, gerade im Bereich „Mechatroniker-Ausbildung“, meinte Henken. Denn die Fortführung dieses Ausbildungsangebots sei hier eine alljährliche Gratwanderung. Zwar stehen mit Studienrat Mike Walla und dem Fachlehrer Gerhard Petersen in Kappeln zwei erfahrene Pädagogen dafür zur Verfügung. Das Problem stecke jedoch in der erforderlichen Mindestanzahl an Azubis. „Zehn Teilnehmer sind zu Beginn der Ausbildung nötig“ betonte Henken. Unter dieser Zahl könne keine Ausbildungsklasse vor Ort eingerichtet werden. Und darum sei das neue Fahrzeug positiv für den Erhalt des Ausbildungsstandortes Kappeln, weil es den Standort stärke. „Dieses neue Fahrzeug betrachte ich als ein Aushängeschild für Schule und Ausbildung“, sagte Henken. Zudem zeige dieses Auto auch, dass vor Ort kein Massenunterricht stattfindet.

Bevor dann Betriebsleiter Jan Uwe Graack den Wagenschlüssel im Namen der Geschäftsführung an die Schule übergab, stellte er das Fahrzeug vor, das mit modernster Hightech-Ausrüstung ausgestattet ist und rund 50  000 Euro kostet. Ausgestattet mit einem 1,5 l-Motor, der 136 PS auf die Straße bringt. Womöglich könnte dieses neue „Aushängeschild“ in Kappeln für mehr Auszubildende im Bereich Mechatronik sorgen. Die ersten jedenfalls, die anschließend in dem neuen BMW Platz nahmen, waren die drei Auszubildenden Mavin Koschishski, Tobias Jessen und Lennard Kroll. „Das ist ein tolles Fahrzeug“, meinte Lehrer Gerhard Petersen sein Kollege Mike Walla stimmte ihm zu.

Vor allem ist dieser BMW ein besonderes Fahrzeug, denn in dem Auto wurden einige Defekte eingebaut, damit die künftigen Mechatroniker die Suche nach Fehlern trainieren können. Insofern wird das Fahrzeug bei den Azubis vielleicht noch so manches Kopfschütteln auslösen, doch noch haben sie Zeit, die eingebauten Fehler zu ermitteln. Im Januar nächsten Jahres machen sie ihre Gesellenprüfung als Mechatroniker. 

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