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Schlei-Bote

23. März 2017 | 11:30 Uhr

Rotary und Lions in Kappeln : Startschuss fürs zweite Entenrennen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

10.000 gelbe Enten schicken die Rotarier und die Lions im Mai ins Rennen. Heute beginnt der Verkauf.

Es ist soweit: Zehn Jahre nach seiner Premiere steht das Kappelner Entenrennen in zweiter Auflage an. Entenrennen 2.0 sozusagen. Am Sonnabend,
27. Mai, mitten zu den Heringstagen wird es sich dann einmal ausnahmsweise nicht um den kleinen silbrigen Fisch, sondern um das sonnengelbe Plastikentchen drehen. Und die beiden einheimischen Veranstalter, die Fördervereine des Rotary-Clubs und des Lions-Clubs, versprechen sich davon dreierlei: die Unterstützung von Jugendprojekten in der Region, den Erhalt beziehungsweise Wiederaufbau des Heringszauns und – nicht ganz unwichtig – eine gut besuchte, fröhliche Veranstaltung, die schlicht Spaß machen soll.

„Seit Langem reden wir davon, wie man dem Heringszaun mehr Aufmerksamkeit zuteil werden lassen kann“, sagt Thies Kölln, Rotarier und – als Organisator der Premiere 2007 – Entenrennen-Experte. Die Idee: Das Rennen findet unmittelbar am Zaun statt. Die Heringswette bleibt so der traditionelle Einstieg in die besonderen Tage – „und mit dem Entenrennen hoffen wir, einen zusätzlichen Reiz einbringen zu können“, sagt Kölln. Der Plan sieht vor, die kleinen gelben Tiere am Zaun starten zu lassen und nach etwa 250 Metern Richtung Brücke mit Hilfe einer Falle wieder einzufangen. Und damit es nicht beim bloßen Zugucken bleibt, kann jeder für 4 Euro eine Ente adoptieren und so mit seinem ganz eigenen Rennteilnehmer mitfiebern. Die Enten sind nummeriert, für 4 Euro gibt es einen Adoptionsschein (oder drei Scheine/Enten für 10 Euro), und den siegreichen Gelbling fischt ein Notar aus der Schlei. Thies Kölln sagt: „Unser Ziel ist es, 10.000 Enten ins Rennen zu schicken.“ Und um noch ein bisschen mehr zu locken, kündigt Lions-Mitglied Jochen Weygandt „hochwertige Preise“ an – für die Adoptiveltern, nicht die Enten. Hauptpreis ist ein Ford Ka, zu den weiteren Gewinnen zählen eine Reise, ein Fahrrad, eine Kamera und noch etliches mehr.

Zusätzlich zum Rennen mit den kleinen sonnenbebrillten Entchen gehen noch ihre großen Geschwister an den Start – die „big ducks“. Für jeweils zwei dieser Tiere können Firmen die Patenschaft übernehmen, wenn sie 250 Euro (plus Mehrwertsteuer) zahlen und sie anschließend einer Kindergartengruppe oder einer Grundschulklasse zum Dekorieren übergeben. Das Besondere: 150 Euro dürfen die Kinder auf jeden Fall behalten, und auch die Enten bleiben im Eigentum der Sponsoren beziehungsweise der jungen Dekorateure – allerdings erst nach ihrem Wettrennen. Das Team, das die schnellste „big duck“ geschmückt hat, darf sich über einen Ausflug in den Tierpark Gettorf freuen. Rotary-Präsident Christian Lang hofft auf bis zu 50 Sponsoren und erklärt: „Aus diesem Big-Duck-Rennen bleibt kein Überschuss für die Clubs, das geht wirklich eins zu eins an die Schulen und Kindergärten.“ Belohnt wird übrigens nicht nur die schnellste der großen Enten, auch für die schönste kündigen Rotarier und Lions einen Sonderpreis an. In der Woche vor dem Rennen werden alle dekorierten „big ducks“ in Geschäften am Rathausmarkt präsentiert und stellen sich einer Wahl, an der jeder mit vorbereiteten Stimmzetteln teilnehmen kann.

Mit dem Startschuss gegen 14 Uhr, dem Zieleinlauf und der Bekanntgabe der Sieger ist die Veranstaltung allerdings noch nicht zu Ende. Auf dem alten Brückenkopf am Ellenberger Ufer geht das Spektakel den Rest des Tages weiter mit Musik, Getränken, einem Imbiss, Stand-up-Paddling und am späten Abend einem „Heringszaun in Flammen“. Thies Kölln sagt: „Auch der Erlös dieses Programmteils geht in die Jugendförderung.“ Damit die Jugendlichen aber auch wirklich etwas abbekommen, müssen sie sich mit ihren Projekten im Vorfeld bewerben. Die Clubs möchten wissen, wohin ihr Geld gehen soll und erwarten, dass die Jugendlichen selber ihr Anliegen vorstellen. Christian Lang sagt: „Das muss gar nichts Riesiges sein, vielleicht braucht das Fußballteam neue Trikots, eine Musikklasse einen Satz Noten oder ein Instrument.“ Auch Jochen Weygandt findet: „Wir wollen das finanzieren, was die Jugendlichen brauchen. Aber sie sollen vorher selber aktiv werden.“ Nach der Veranstaltung entscheidet ein Gremium, wer wie viel für seinen Wunsch erhält. Und übrigens: Vor zehn Jahren sind alle 23 eingereichten Projekte bedacht worden.

Seit November stecken die Service-Clubs in der Planung, jetzt beginnt die heiße Phase. Dazu zählt nach den kleinen und den großen Enten auch noch eine Mega-Ente. Platziert werden soll das vier Meter hohe Plastiktier an der Bundesstraße. Dort sitzt es zwar auf dem Trockenen, aber es wird drei Monate lang auf wenig subtile, dafür auf effektive Weise seine Aufgabe erfüllen: Das zweite Kappelner Entenrennen ist nicht mehr zu übersehen.


> Heute startet der Vorverkauf an diesen Stellen: Foto Guth, Intersport Teichmann, e-Center, Designer Tours, Parfümerie Prätorius, Stadtbäckerei Tange, Eckernförder Bank, Schleswiger Bank, Nord-Ostsee Sparkasse, Touristinformation Mühle „Amanda“ (alle Kappeln); Edeka Matzen, Mode Harmening, Classic Tankstelle, Nord-Ostsee Sparkasse, Schleswiger Bank (alle Süderbrarup); Intersport Teichmann (Eckernförde); Schleswiger Bank, Nord-Ostsee Sparkasse (Gelting).

> Jugendliche aus Kappeln und der Region richten ihre Projektbewerbung per E-Mail an Christian Lang unter lang.christ@t-online.de oder an Bettina Kirchberg unter bettina.kirchberg@hamburg.de

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erstellt am 06.Mär.2017 | 07:00 Uhr

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