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Schlei-Bote

02. Dezember 2016 | 21:15 Uhr

Wirtschaftskreis Pro Kappeln : Städtebau: Wirtschaftskreis macht Druck

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Deekelsenplatz, Südhafen, Mühlenumfeld: Die Städtebauentwicklung beschäftigte den Wirtschaftskreis besonders.

Städtebauentwicklung, Museumsbahn und die aktuelle Situation der Wirtschaft und Touristik Kappeln GmbH (WTK) beschäftigten die Mitglieder des Wirtschaftskreises Pro Kappeln (WPK) anlässlich ihrer jüngsten Mitgliederversammlung. Und eine Vorstandswahl, die länger dauerte, als der Großteil der Anwesenden angenommen hatte.

WPK-Vorsitzender Stefan Lenz hatte eine verhältnismäßig lange Liste abzuarbeiten. Vor allem das Thema Städtebau hatte es ihm angetan, und er wünschte sich, „dass nun endlich die Dinge angegangen werden, die schon lange da sind“. Beispiele: Deekelsenplatz, Südhafen, Mühlenumfeld, mehr Parkmöglichkeiten. „Wir werden jedenfalls verstärkt darauf drängen“, sagte Lenz. Mit Blick auf die Museumsbahn haben nach den Worten des Vorsitzenden in der Vergangenheit „einige interessante Gespräche“ stattgefunden. Als positiv habe er registriert, dass die Stadt für sich ein Interesse am Besitz eines Teils der Strecke entdeckt habe. „Weniger positiv“ nannte Lenz den nach wie vor anhaltenden Stillstand auf den Schleiterrassen. „Ich hoffe, dass das kein Nirwana-Projekt wird“, sagte er, „denn eigentlich haben wir da eine tolle Entwicklungsmöglichkeit für den Wohnungsbau“. Nebenbei eine dringend erforderliche, zumal in den Umlandgemeinden in dieser Richtung recht viel passiere. Über den Heringstagen schwebt derweil nach Einschätzung des WPK-Chefs immer noch der Umstand, dass sie zu wenig von den Bürgern selbst angenommen und bereichert werden. „Auch wir fragen uns, ob unser Lok-Trekken noch eine Perspektive hat und wenn ja, in welcher Form“, sagte Lenz.

Stellvertretend für den Arbeitskreis Innenstadt und das „Marketing-Paket“ berichtete anschließend Lars Meyborg davon, dass man für Weihnachtsaktionen im vergangenen Jahr 10.000 Euro, für die diesjährigen Heringstage 6600 Euro ausgegeben habe. Für den nächsten Sommer sind zehn Strandkörbe bestellt, die das innerstädtische Bild maritim schmücken sollen. Die im Juni gegründete Arbeitsgruppe zum Thema „App oder Website für Kappeln“ hat sich indes bislang noch nicht getroffen. Gut entwickelt hat sich dagegen nach Meyborgs Worten die Kommunikation mit der Stadtverwaltung – eine Tatsache, die im Juli noch gänzlich anders aussah, als sich der WPK vehement gegen die von der Verwaltung geplante Sperrung der Wassermühlenstraße gewehrt und gleichzeitig über mangelnden Austausch zwischen Rathaus und Wirtschaft geklagt hatte. Auch daran erinnerte Lars Meyborg.

Weil für die WTK weder Stadtmanagerin Lara Zemite noch Geschäftsführer Max Triphaus an der Versammlung teilnehmen konnten, führte schließlich Frank Nissen als Vorsitzender der WTK-Gesellschafterversammlung zum Thema WTK aus. Nissen erinnerte noch einmal an die „kontroverse Diskussion“, die die Gesellschafter in der Vergangenheit geführt und an deren Ende man sich einstimmig darauf geeinigt habe, „die WTK am Leben zu erhalten“. Die Übergangszeit vom früheren WTK-Geschäftsführer Jürgen van Schöll auf das neue Duo Zemite/Triphaus habe gut geklappt – „jetzt wollen wir nach vorne gucken und eine strukturelle Bereinigung vornehmen“, sagte Nissen. Dafür haben die Gesellschafter kürzlich zum zweiten Mal die Kapitalrücklage der WTK erhöht, dafür soll ein Marketingbeirat gegründet werden, dafür wird ein Gremium zum Strategie-Entwurf ins Leben gerufen. Und Nissen formulierte eine Vorgabe: „Sämtliche Veranstaltungen müssen sich tragen. Veranstaltungen, die ins Minus laufen, dürfen wir uns nicht mehr erlauben.“ Ungeachtet dessen lautete ein zweites Fazit: „Es ist ohnehin nicht so wichtig, wie sich die WTK finanziert, sondern welche Strategie sie künftig fährt.“

Der WPK fährt indes mit seinem jetzigen Vorstand weiter, das ergaben die turnusmäßig anstehenden Wahlen. Allerdings: Auf Wunsch eines einzelnen Mitglieds fand die Wahl geheim und für jedes zur Wahl stehende Vorstandsmitglied einzeln statt. Keines davon wurde einstimmig gewählt. Bei jeweils 20 möglichen Stimmen entfielen drei Enthaltungen auf Stefan Lenz, zwei Enthaltungen auf den Kassenwart Frank Vangerow, ein Nein und eine Enthaltung auf Beisitzer Martin Gosch, zwei Nein und zwei Enthaltungen auf Beisitzerin Corinna Graunke, zwei Enthaltungen auf Beisitzer Lars Meyborg sowie fünf Nein und eine Enthaltung auf Beisitzer Uwe Horns.

Begonnen hatte die Versammlung mit einer Gedenkminute für das langjährige Mitglied Walter Wichmann, der am 5. November überraschend verstorben war.

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erstellt am 15.Nov.2016 | 07:30 Uhr

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