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Schlei-Bote

10. Dezember 2016 | 08:08 Uhr

Kappeln : Seenotretter ziehen nach Olpenitz

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die „Nis Randers“ soll im kommenden Jahr Maasholm verlassen und in den Yachtafen verlegt werden.

Die „Nis Randers“ wird ihre langjährige Station in Maasholm verlassen und künftig in Olpenitz festmachen. Das bestätigte jetzt die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen. Und nicht nur das: Der Seenotrettungskreuzer wird zudem spätestens 2018 ausrangiert und durch ein modernes Schiff ersetzt.

„Geplant ist, die ‚Nis Randers‘ 2017 von Maasholm nach Olpenitz zu verlegen“, sagt Ralf Baur, Sprecher der DGzRS. Dazu gehört auch die Verlegung der gesamten, hauptamtlichen Crew des Seenotrettungskreuzers. Dahinter steckt der Gedanke, künftig vom geplanten Yachthafen in Olpenitz aus schneller zu Einsätzen auf der offenen Ostsee zu sein, als dies bisher von Maasholm aus möglich ist. „Das ist unser rettungsdienstlicher Anspruch“, sagt Baur. Derweil bleibt das Seenotrettungsboot „Wuppertal“, das mit einer Freiwilligen-Crew an Bord agiert, weiterhin in Maasholm stationiert und wird seinen Einsatzschwerpunkt in der Schlei und der Schleimündung finden. Baur sagt: „Es ist vertretbar, dieses Gebiet mit einem kleinen Boot abzusichern, da wir es auf der Schlei überwiegend mit Motorschäden oder mit Schiffen, die auf Grund gelaufen sind, zu tun haben.“ Auf der Ostsee wiederum seien schwerwiegendere Notfälle wahrscheinlicher.

Spätestens 2018 dann soll die „Nis Randers“ durch einen Neubau ersetzt werden. Mit 20 Metern fällt dieser Seenotrettungskreuzer zwar etwas kleiner aus als die gut 23 Meter lange „Nis Randers“, dafür allerdings gehört er zu den Rettungskreuzern der „neusten Generation“. Ralf Baur spricht von technischen Weiterentwicklungen vor allem in der Kommunikation, in der Navigation und beim Manövrieren. Den Auftrag zum Bau haben die Seenotretter der Fassmer-Werft im niedersächsischen Berne erteilt. Über die exakten Kosten wurde zwar Stillschweigen vereinbart, Baur nennt aber einen „mittleren siebenstelligen Betrag“, den der Neubau beanspruchen wird. Dass sich die Investition lohnt, gilt für ihn derweil als sicher. Immerhin existieren bei der DGzRS bereits vier Schwesternschiffe, die in den Stationen Nordstrand, Büsum, List auf Sylt und Greifswalder Oie beheimatet sind. „Und diese vier haben sich im Einsatz bereits bewährt“, sagt Baur.

Was mit der „Nis Randers“ geschieht, wenn sie in Olpenitz nicht mehr benötigt wird, ist indes noch offen. Grundsätzlich hat sie dann ein Alter erreicht, in dem man ohnehin über einen Ersatz nachdenken müsse, wie Baur ausführt. Abhängig von ihrem Zustand allerdings könnte es durchaus sein, dass sie noch einmal an einer anderen Station ihren Dienst versieht, dass sie verkauft oder eventuell zu einem Museumsschiff wird. Maasholm und vermutlich auch Olpenitz werden sie auf jeden Fall in guter Erinnerung behalten.

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erstellt am 05.Jul.2016 | 07:15 Uhr

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