zur Navigation springen

Schlei-Bote

08. Dezember 2016 | 19:17 Uhr

Georg-Asmussen-Schule Gelting : Schule will Entdeckergeist wecken

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

In Gelting gibt es ab sofort einen Forscherraum, und Forschertage sollen den Nachwuchs für die Wissenschaft begeistern.

Wie viele Tropfen Wasser passen auf ein Geldstück, wie schwer sind Würfel aus verschiedenem Holz, was schwimmt auf dem Wasser, was geht unter? Um diese und ähnliche Fragen ging es für die „Schlauen Füchse“ der dritten Klasse der Georg-Asmussen-Schule in Gelting bei ihrem Forschertag, mit der neu geschaffene Forscherraum offiziell eingeweiht wurde.

Zum einen ist der Forscherraum eingebunden in den normalen Heimat-, Welt- und Sachkundeunterricht aller Schüler. Zum anderen gibt es in gewissen Abständen Forschertage, bei denen es um bestimmte Themen geht – diesmal um Wasser. Es ist erklärtes Ziel der Schule, die Schüler zum selbstständigen Arbeiten zu ermuntern und an die Forschung heranzuführen. Unterstützt werden die Forschertage durch Mint-Lesepaten, die Abkürzung steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Lana und Louisa, beide gehören zu der Klasse „Schlaue Füchse“, wogen einen vier mal vier Zentimeter großen Tropenholz-Würfel und fanden heraus, dass der genau 74 Gramm.

Zur Einweihung gekommen waren von Seiten des Amtes Geltinger Bucht alle Verantwortlichen, die mit Schule befasst sind, darunter Amtsvorsteher Thomas Johannsen, zugleich Schulausschuss-Vorsitzender. Er zeigte sich außerordentlich zufrieden und froh, angesichts des Forschungseifers der Schüler, dass „wir dem Wunsch der Schule entsprochen haben“. Rund 15.000 Euro hat die Umwandlung des einstigen Physikraumes in einen Forscherraum gekostet. Gut angelegtes Geld – möglicherweise werde hier die Grundlage für künftige Chemiker, Physiker oder Windmüller gelegt, so Johannsen.

Schulleiterin Gertrud Lorenzen erinnerte an die Entstehungsgeschichte des Forscherraumes. Es gelte,den Forscherdrang zu wecken und zu befriedigen. Die Idee für den Forscherraum reicht bis ins Jahr 2012 zurück – zwei Jahre später gab der Schulausschuss seine Zustimmung. Es wurde umgebaut – mit Unterstützung des Geltinger Bauhofes – und das erforderliche Mobiliar beschafft, Unterstützer gesucht. Auch gab es für die Lehrer die erforderlichen Fortbildungen.

Nach dem Start der Forschertage geht es im Herbst weiter mit dem Thema Feuer. Und dafür steht als externer Experte Dr. Friedholm Sauer von der Europa-Universität Flensburg zur Verfügung. Er war es, der seinerzeit bei einer Lehrerfortbildung in Gelting den Anstoß für die Schaffung eines Forscherraumes gab. Es sei faszinierend,wie Kinder sich mit den Naturwissenschaften befassen, wenn sie in Ruhe arbeiten können, sagte er. Es sei notwendig, die Kinder auch Fehlwege gehen zu lassen – weil sie aus diesen lernten.

Nach Feuer im Herbst, so die Planung, geht es weiter mit Forschertagen zu den Themen Luft, Erde und Strom. Schon jetzt zeichnet sich nach den Worten der Schulleiterin ab, dass die Lernerfolge groß seien und der Spaß nicht zu kurz komme.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen