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Eckernförde : Nooröffnung wird immer greifbarer

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Stadt und Sanierungsträger stellten den Bürgern das Großprojekt mit Modell, Schautafeln und Plänen vor.

Verwaltung und Politik haben in Eckernförde das vieldiskutierte Zukunftsprojekt Nooröffnung anlässlich des Tages der Städtebauförderung mitten im Sanierungsgebiet zwischen Binnenhafen und Windebyer Noor der Öffentlichkeit vorgestellt. Bereits nach zwei der vier Stunden hatten sich rund 500 Interessierte die Pläne, Modelle und zusammengestellte Chronologie des wegweisenden städtebaulichen Projekts angesehen und mit den Projektverantwortlichen diskutiert.

Wenngleich es auch die eine oder andere kritische Frage und Stimme gab, war allseits großes Lob für diese Art der transparenten und informativen Vorstellung zu vernehmen. Selbst Vertreter der Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“, die das Projekt kritisch begleitet und beharrlich um Alternativen und eine stärkere Bürgerbeteiligung kämpft, zeigten sich angetan von dem Auftritt der Stadt. Das Bauamt hatte unter Leitung der Organisatorin, Stadtplanerin Doreen Höhling-Schimann, ein großes Info-Zelt mit ausgehängten Plänen, dem großen Modell und Flyern aufgebaut. Dort suchten viele Bürger das Gespräch mit Planern und Politikern. Nebenan war die geplante Nooröffnung blau angekreidet, so dass sich jeder eine Vorstellung von den Dimensionen der künftigen Wasserfläche machen konnte. Die Fläche beträgt geschätzt 30 mal 150 Meter und umfasst auch den Aldi-Markt, der noch einen laufenden Pachtvertrag hat, der allerdings nach Sanierungsrecht jederzeit kündbar ist.

Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel eröffnete die Veranstaltung, indem er das Projekt Nooröffnung im Gesamtzusammenhang vorstellte, danach begann die Detailarbeit an den Info-Ständen und am großen Innenstadtmodell. Das Informationsbedürfnis war sehr ausgeprägt, trotz diverser öffentlicher Sitzungen zum Thema. Sowohl die Leiterin der interfraktionellen Arbeitsgruppe zur Nooröffnung, Katharina Heldt (CDU), als auch die Projektleiterin des Sanierungsträgers BIG Städtebau, Alexandra Dahmen, zeigten sich mit der Resonanz und dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden.

Auch die Knackpunkte Bebauung Gaehtjestraße und Investorenwettbewerb wurden offen angesprochen. In der Gaehtjestraße dürfte es zwar eine Bebauung geben, aber vermutlich in abgespeckter und begrenzter Form (zwei Geschosse plus Satteldach) und mit Sichtachsen zum Hafen. Zum anderen schreckte den einen oder anderen der Begriff „Investor“. Diejenigen jedoch, die zum Zuge kommen werden, bekommen klare Vorgaben, die derzeit politisch diskutiert und bis zur Sommerpause verabschiedet werden sollen. Nach der Sommerpause soll der Wettbewerb ausgeschrieben werden, sodass Ende des Jahres die Ergebnisse auf dem Tisch liegen könnten. „Es ist noch vieles offen“, sagte Alexandra Dahmen, aber es sortiere sich langsam. Das Gespräch über die anstehende Gestaltung und Nutzung mit der Eigentümerfamilie Ohrt steht allerdings noch aus. Sie verfügt über 4000 Quadratmeter Grundstücksfläche (von rund 9000) und hat somit ein gewichtiges Wort mitzureden.

Vom Ursprungsplan des Wettbewerbssieger Petersen, Pörksen und Partner hat sich einiges bereits überholt, die Planung hat sich im Detail stark verändert. „Die meisten Bürger finden es toll, das aus der alten Brachfläche etwas Schönes werden soll“, trat Stadtplanerin Doreen Höhling-Schimann dem möglichen Eindruck entgegen, dass viele Bürger Vorbehalte gegen die Nooröffnung hätten. Das Projekt sei gut angelaufen. Sobald das Parkhaus an der Noorstraße fertig sei, werde das Parkdeck Aldi abgerissen. Der Markant-Markt werde in Kürze abgerissen, mit Aldi müsse gesprochen werden. Das westliche Nooröffnungsufer soll naturnah als weiche Kante gestaltet werden, das östliche Ufer als neue Stadtkante mit Wohnbebauung. Nach grober Schätzung könnte mit dem Hochbau im Jahr 2017 begonnen werden.

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erstellt am 11.Mai.2015 | 12:30 Uhr

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