zur Navigation springen
Anzeige

Anzeige
Anzeige

Schlei-Bote

23. April 2014 | 11:15 Uhr

- Neues Leben im Gasthaus Unewatt

vom

Amt Langballig | Im vergangenen Jahr lag das Gasthaus Unewatt in tiefem Dornröschenschlaf, und so mancher Besucher des Landschaftsmuseums Angeln stand verwundert vor verschlossener Tür. Zwar ist mittlerweile kein Prinz erschienen, um das Haus wachzuküssen, aber zwei Männer vom Fach entwickeln gegenwärtig im Gebäudeinneren rege Aktivitäten.

Anzeige
Anzeige

Die beiden Männer sind Erwin Huck und Juan Carlos Huber, die bisherigen Betreiber des Landhauses "Munks" in Munkbrarup. Der fünfjährige Pachtvertrag läuft im Herbst aus. Da kein Einvernehmen über eine Verlängerung erzielt werden konnte, wechseln beide nach Unewatt. Zwar wird in Munkbrarup der Saalbetrieb bis Ende September fortgeführt, Mitte März aber schließt die Gaststätte. Deren Mobiliar geht mit nach Unewatt, und dann folgt kurze Zeit später die Eröffnung zu Beginn der Museumssaison.

In Unewatt stehen etwa 120 Sitzplätze in Gaststube, Clubraum, Durchfahrt und Saal zur Verfügung. Hinzu kommt im Sommer die Außengastronomie. Neu eingerichtet werden soll ein Kaffeegarten hinter dem Haus. Die Betreuung der Gäste liegt in Händen der bisherigen Munkbraruper Küchen- und Servicemannschaft. Huck und Huber sind sich sicher, dass der Wechsel ihrem guten gastronomischen Ruf keinen Abbruch tun wird.

Einen Wechsel strebt auch Dieter Wittbrodt für das "Fährhaus Langballigau" an. Da eine Fortführung in der Familie nicht möglich ist, möchte er aus Altersgründen das Anwesen verkaufen. Nach zwei misslungenen Versuchen der Verpachtung betreibt er es seit einigen Jahren selbst. Das Haus, zu dem auch ein verpachteter Andenken- und Strandartikelladen gehört, ist im Winter geschlossen und wird im März wieder geöffnet. Es umfasst je 100 Plätze im Innen- und Außenbereich sowie 90 im Fischbistro. Nach Wittbrodts Aussage mangelt es bei den bisherigen Interessenten entweder am erforderlichen Eigenkapital oder an ausreichenden Fachkenntnissen und einem schlüssigen Konzept.

Diese Gründe nennt auch Christoph Thonfeld von der Firma Densch & Schmidt in Flensburg im Zusammenhang mit der Vermarktung der seit Dezember 2009 nach Insolvenz und Zwangsversteigerung geschlossenen "Westerholz-Mühle". Es gebe Interessenten, aber noch kein Ergebnis. Angestrebt werde zwar ein Verkauf, eine Verpachtung sei aber nicht ausgeschlossen.

Bei der Gastronomie im Amtsbereich gab es in der letzten Zeit mehrere personelle Wechsel. Des Öfteren lag der Grund darin, dass die Eigentümer mit vorherigen Verpachtungen kein Glück hatten, so beim "Gasthaus Wees" vor genau einem Jahr. Dieses ist jetzt jedoch ebenso in ruhigem Fahrwasser wie der "Grundhof-Krug". Dessen gegenwärtiger Betreiber kam im vergangenen April vom Gasthaus Bönstrup, das seitdem verwaist ist und zum Verkauf steht. Völlig offen ist nach jetzigem Stand die Zukunft der Gaststätte in Munkbrarup. Im Ortsteil Rüde gab es im Februar 2009 seit Langem die einzige Wiedereröffnung. Zuvor war die dortige Gaststätte mit dem Namen "Fliegender Hase"

20 Jahre lang geschlossen gewesen.

von vdl
erstellt am 02.Feb.2011 | 07:20 Uhr

Diskutieren Sie mit.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige