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Schlei-Bote

20. Januar 2017 | 02:41 Uhr

Kappeln : Nachwuchs für die Wehren

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Lehrgang bestanden: Freiwillige Feuerwehren aus Kappeln und dem Umland haben 23 neue Truppführer.

Über einen kräftigen Anstieg des ausgebildeten Führungspersonals können sich die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Kappeln und des Amtes Kappeln-Land freuen, nachdem nun ein Truppführer-Lehrgang unter Leitung des Ausbilders Georg Radau im Gerätehaus der Mehlbyer Wehr in Mehlbydiek beendet wurde. Bei dieser Gelegenheit erhielten 23 Feuerwehr-Nachwuchsführungskräfte, darunter auch eine Feuerwehrfrau, ihre Bescheinigung über den erfolgreich absolvierten Lehrgang. „Jetzt können sie, wenn sie noch die Atemschutzträger-Ausbildung machen, alles bei der Feuerwehr werden“, erklärte Georg Radau.

Unter der Ausbildungsleitung des seit einem Jahr im Amt befindlichen Ausbilders Georg Radau der Mehlbyer Wehr hatten zuvor 24 Truppführer-Kandidaten fünf Wochen lang an jeweils zwei Abenden in der Woche drei Stunden intensiv auf dieses Ziel hingearbeitet. Der Ausbildungsleiter wurde dabei von jeweils zwei Ausbildern der Wehren des Amtes Kappeln-Land und drei aus Kappeln unterstützt.

Schwerpunkt an den insgesamt zehn Ausbildungsabenden war die Brandbekämpfung. Rund 14 Stunden lang beschäftigten sich die Teilnehmer in Theorie und Praxis mit diesem Thema. Dabei wurden unterschiedliche Geräte besprochen und eingesetzt. Ferner standen „Technische Hilfeleistung“, ABC-Einsatz und Brandschutzarbeit und Feuerschutzberatung sowie Rechtskunde auf dem Lehrplan. In Rechtskunde ging es um Einsatz-Szenario bei Ernstfällen. Schließlich müssen die Aktiven wissen, unter welchen Voraussetzungen sie fremde Gebäude und Räume betreten, Türen aufbrechen oder Verkehrsregeln übertreten dürfen.

Nach Abschluss des Lehrgangs mussten zunächst alle Teilnehmer in einem schriftlichen Test bestätigen, dass sie sich mit dem Unterrichtsstoff vertraut gemacht hatten. 23 waren im Test erfolgreich. Ein Teilnehmer konnte arbeitsbedingt nicht daran teilnehmen. Zum Abschluss der Ausbildung mussten die Teilnehmer zeigen, dass sie auch in der Praxis fit sind. In diesem Prüfungsteil in Form einer Übung der Wehren Mehlby, Olpenitz und Ellenberg ging es um einen Verkehrsunfall, bei der eine Person im Fahrzeug eingeklemmt war und gerettet werden musste, und um den Brand einer Lagerhalle im Gewerbegebiet Loit.

Bevor es in die abschließende praktische Prüfung ging, wurden die designierten Truppführer beim Antreten vor dem Mehlbyer Gerätehaus von Ausbildungsleiter Georg Radau begrüßt. Nachdem die Prüfungsaufgaben erläutert worden waren, wurde es ernst. Mit Blaulicht ging es Richtung Loitmark. Dort retteten die Kandidaten der Mehlbyer Wehr den verunglückten und eingeklemmten Autofahrer. Der Unfallwagen wurde zunächst zur Stabilisierung aufgebockt. Dann kamen Hydraulikschere und -spreizer zum Einsatz. Nachdem das Dach fachgerecht entfernt worden war, konnte der „Verunglückte“ in gemeinsamer Arbeit mit der Trage aus dem Auto herausgehoben werden.

Währenddessen hatte eine zweite Prüfgruppe zusammen mit der Olpenitzer Wehr die Brandbekämpfung der Lagerhalle übernommen. Mit einem B- und zwei C-Rohren wurden der „Brand erfolgreich bekämpft“. Die Wasserversorgung hatte eine dritte Prüfgruppe gemeinsam mit der Ellenberger Wehr übernommen. Dabei musste das Wasser mit Schläuchen über mehr als 100 Meter zum Brandort transportiert werden.

Alle drei Gruppen machten ihre Arbeit so gut, und auch das Zusammenwirken der Akteure war perfekt aufeinander abgestimmt. Anschließend gab es eine Zusammenkunft im Mehlbyer Gerätehaus. Dort wurden die Bestätigungen über die erfolgreiche Teilnahme am Truppführer-Lehrgang übergeben. Bürgermeister Heiko Traulsen zeigte sich dabei als oberster Chef der Kappelner Wehren „beeindruckt von der gezeigten Arbeit“. Er bedankte sich bei den Aktiven für ihre Einsatzbereitschaft und ermunterte sie: „Macht weiter so!“.

Danach verteilte Ausbildungsleiter Radau die begehrten Teilnahmebestätigungen. Ganz besonders lobte er dabei die „gute Ausbildungsbereitschaft“. „Ihr wart sehr aufmerksam“, erklärte er, „und habt alle gut mitgemacht.“


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