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Schlei-Bote

10. Dezember 2016 | 17:49 Uhr

Maasholm : „Monarchen“ gewinnen Kuttertrekken

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Maritimes Spektakel am Fischereihafen: Die Nachwuchsfischer konnten ihren Vorjahrestitel nicht verteidigen.

Sie kamen, gingen an den Start und siegten: beim Kuttertrekken, dem maritimen Spektakel der Maasholmer Hafentage hatten in dieses Jahr wieder „De Monarchen ut Angeln“ die Nase vor. Lange Zeit sah es nach einer Titelverteidigung der Maasholmer Nachwuchsfischer aus, die eine Zeit von 4:13,3 Minuten vorgelegt hatten. Dann aber kamen die „Monarchen“ und waren zwei Sekunden schneller.

„Monarchen“ so die Historie, sind bis in die 1950er Jahre in Angeln aus dem Osten angekommene Tagelöhner, die als besonders schlitzohrig gelten. Die heutigen „Monarchen ut Angeln“ sind gestandene Mannsbilder und halten zusammen: Niels Jürgensen aus Grünholz, Finn Borowski aus Gelting, Max Jürgensen aus Niesgrau, Finn Zirbes aus Gelting, Jörg Jensen aus Rabenholz, Lukas Homfeldt aus Sterup und Sören Junker aus Flensburg. Klar, dass sie ihren abermaligen Sieg gebührend feierten. Mit Muskelkraft, Taktik, Kondition und dem unmissverständlichen Willen zu siegen, hatten sich sechs von den „Monarchen“ wie auch alle anderen Teams startklar gemacht: Zunächst wurde vom Kai mit einem Schlauchboot zum 110 Meter entfernt am Hafeneingang liegenden Kutter „Goodenwind“ von Fischer Henning Petersen – 17 Meter lang, 42 Tonnen Leergewicht, Baujahr 1973 – geschippert. Dort nahmen sie einen Tampen entgegen, ruderten zurück und dann begann an Land das kräftezehrende Trekken – für die Zuschauer ein Riesenspaß. Die Idee des Kuttertrekkens wurde vor zwölf Jahren in Maasholm geboren und hat von ihrem Reiz nichts verloren. Dieses Spektakel lockt Besucher aus nah und fern in die Schleigemeinde.

Zu den Besuchern gehörte auch diesmal wieder Vera Bohnhof, eine echte „Maasingerin“. Auch wenn sie jetzt mit Ehemann Werner in Gelting lebt: Wenn in Maasholm was los ist, sind beide zur Stelle. Gekommen war aus Kappeln auch Vera Moll – mit Ehemann Rainer. Sie ist Mitarbeiterin der Diakonie-Sozialstation Gelting-Sörup-Steinbergkirche, versteht sich als „Frau für alle Fälle“. In Maasholm feuerte sie die Mannschaft dieser Einrichtung an, die mit vier Frauen und zwei Männern erstmals an den Start ging, lautstark an,. Aber es nützte nichts. Mit einer Zeit von über fünf Minuten landete das Team der Diakonie auf dem neunten und letzten Platz. Fazit: „Dabei sein ist alles.“

Besser lief es bei der ebenfalls erstmals an den Start gegangenen Mannschaft der Dachdeckerei Fritz. Mit einer Top-Zeit von 4:15,0 Minuten gelang ihr auf Anhieb ein Platz auf dem Treppchen: Rang drei. Gut im Rennen waren auch die „Feuerfresser“, die Feuerwehr Süderbrarup. Sie verbesserten sich deutlich gegenüber dem Vorjahr und Platz vier war ihnen mit einer Zeit von 4:31,0 Minuten sicher. Die weiteren Ergebnisse: Feuerwehr Kronsgaard 4:31,8 Minuten, Feuerwehr Rabel 4:37,0, Ouzo Brothers aus Eggebek 4:40,6 und die Deichkicker aus Maasholm und Gelting 4:47,5 Minuten.

Für die Teilnehmer und die Zuschauer war das alles ein Riesenspaß. Doch damit war nicht Schluss: Auch das weitere Programm der Hafentage lockte zum Verweilen ein – und davon machten Einheimische ebenso wie Urlauber reichlich Gebrauch.

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