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Schlei-Bote

03. Dezember 2016 | 20:46 Uhr

Arnis : Mauer am Friedhof bröckelt

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Kosten für die Reparatur könnten bei bis zu 9000 Euro liegen. Bürgermeister Bernd Kugler plädiert für einen städtischen Zuschuss.

Die historische Friedhofsmauer in Arnis steht zwar noch, ihr Zustand allerdings ist einigermaßen besorgniserregend. Zwischen den lose aufeinander gelegten Steinen klaffen Hohlräume, einzelne Steine drohen herauszufallen, Wurzeln der auf der Mauer gewachsenen Sträucher drücken das denkmalgeschützte Bauwerk weiter auseinander. Jetzt trafen sich Pastorin Nadja Jöhnk und Küsterin Karin Borngräber mit Bürgermeister Bernd Kugler und den beiden Stadtvertretern Walter Timm sowie Hans-Joachim Schock, um sich den Schaden genauer anzusehen und um Wege auszuloten, wer in welchem Maße für eine Reparatur zuständig sein könnte.

Und Nadja Jöhnk hatte vorgearbeitet. Nachdem das Thema im vergangenen Februar das erste Mal auf dem Tisch lag und feststand, dass das Ganze „eine kirchliche Angelegenheit“ sein würde, hatte die Pastorin drei Firmen zunächst um eine Begehung, dann um Kostenvoranschläge für eine Sanierung der Mauer gebeten. Das Ergebnis: „Das Spektrum der Kostenvoranschläge reicht von 2000 Euro bis 9000 Euro“, sagte Jöhnk jetzt. Sie sehe sich selbst nicht in der Lage zu beurteilen, was davon die richtige Lösung sein könnte, sicher sei aber: „Es ist eine ganze Menge Geld, und 9000 Euro kann die Kirchengemeinde nicht alleine tragen.“ Bernd Kugler machte der Pastorin derweil schnell Hoffnung. „Der Stadt liegt die Optik ihres Friedhofs auch am Herzen“, sagte der Bürgermeister. „Ein Zuschuss scheint mir daher nicht unwahrscheinlich.“

Die Hecke vor der Mauer soll dabei auf jeden Fall erhalten bleiben. Zurückgeschnitten werden allerdings soll nach Kuglers Worten „der Urwald“ auf der Mauer, zudem müsse das Wurzelwerk weichen. „Ein freier Blick auf die Mauer wäre wünschenswert“, sagte der Bürgermeister. Walter Timm brachte indes die Kappelner Werkstätten beziehungsweise die Dienstleistungsgesellschaft (DG) Kappeln als möglichen Auftragnehmer für die Sanierung der Mauer ins Spiel – verbunden mit der Hoffnung, dass die Auftragssumme eventuell geringer ausfallen könnte als 9000 Euro. Bernd Kugler kündigte an, die Werkstätten diesbezüglich zu kontaktieren, damit möglichst noch in diesem Jahr eine Entscheidung fallen kann. Trotzdem: Gefahr ist nicht im Verzug. Nadja Jöhnk betonte: „Bei der Mauer und der kleinen Wiese davor handelt es sich nicht um eine öffentliche Fläche.“

Die Pastorin will nun das Votum der Stadtvertreter abwarten, um Anfang 2017 ihren Kirchengemeinderat damit zu konfrontieren und ebenfalls eine Entscheidung zu treffen. Denn: Weil die nach Nadja Jöhnks Angaben um 1811 errichtete Mauer unter Denkmalschutz steht, „müssen wir sie erhalten – die Frage ist nur, in welchem Rahmen“.

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erstellt am 10.Nov.2016 | 07:15 Uhr

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