zur Navigation springen

Schlei-Bote

03. Dezember 2016 | 07:50 Uhr

Geltinger Tage : Märchenhafter Umzug mit Rekordbeteiligung

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

21 geschmückte Wagen und Fahrzeuge. Zahlreiche Besucher im Bürgerpark. Kreispräsident Ulrich Brüggemeier lobt Organisationsteam.

Der Froschkönig war dabei, Ali Baba und „fast“ vierzig seiner Räuber ebenfalls. Grüne Männchen marschierten mit, und auf einem Anhänger stand eine mit Kindern besetzte mittelalterliche Burg. Am großen Festumzug, der sich in langer Formation durch die Straßen des Kneippkurortes im Schritttempo bewegte, beteiligten sich am Wochenende 21 geschmückte Wagen und Fahrzeuge – so viele wie noch nie. Einheimische, Urlauber und Tagesgäste standen dicht an dicht auf den Bürgersteigen Spalier und erfreuten sich an dem bunten Geschehen, das ihnen die „Umzügler“ zum Thema „Märchenhaftes Gelting“ boten.

Beispiel Ali Baba: Gertrud Lorenzen, Rektorin der Georg-Asmussen-Schule, gehörte „ganz privat“ der Siedlergemeinschaft Klein Gaarwang an. Auf dem Festwagen saß eine Vielzahl fröhlicher „Räuber“ aus den 48 Wohnhäusern dieses seit 17 Jahren bestehenden Gebiets. Wie die meisten Wagen wurde auch Klein Gaarwang von einem Oldie-Trecker gezogen. Auch ein 60 Jahre alter Trecker aus Koppelheck gehörte zu den Zugmaschinen. Zu den Besonderheiten zählte der Einsatz eines maximal 40 Stundenkilometer schnellen Kleinautos der Spezies „Tuck-Tuck“, das vor allem in Thailand das Straßenbild beherrscht. Als etwas enttäuschend empfand das kommunale Oberhaupt die Tatsache, dass sich in der Wagenkolonne diesmal nicht auch der einheimische Handels- und Gewerbeverein präsentierte, obwohl doch gerade die Geschäftsleute von diesem touristischen Highlight profitieren.

Bürgermeister Uwe Linde wies mit Stolz auf die Kreativität und Einfälle der Mitglieder der beteiligten örtlichen Vereine und Verbände hin. Es ist in Gelting längst Tradition, dass die Festtage weitgehend ohne professionelle Hilfe von außen auskommen und somit das gesamte Veranstaltungsprogramm der „Marke Eigenbau“ zuzurechnen ist.

Zum feierlichen Auftakt hatte im Geltinger Schlosshof ein ökumenischer Gottesdienst mit Pfarrer Stefan Krinke und Pastorin Janine Linde stattgefunden. Danach eröffnete Bürgermeister Linde die drei tollen Tage und gab auch einen Abriss über die jüngsten Entwicklungen in Sachen Kommunalpolitik. In der Gemeinde mit aktuell 2060 Einwohnern zeige sich eine große Nachfrage nach Baugrundstücken, sagte er. „Es liegen für das geplante Baugebiet „Geltinger Bucht“ bereits über 90 Bewerbungen vor – und das bei 70 Grundstücken, die im ersten Bauabschnitt erschlossen werden sollen.“ Voraussichtlich Anfang nächsten Jahres könnten die ersten Häuser auf dem Gelände unweit der Birkhalle gebaut werden.

Als Ehrengast meldete sich Kreispräsident Ulrich Brüggemeier zu Wort. „Die Festtage stellen einen bunten Mix aus gesellschaftlichen, kulturellen und neuen spannenden Beiträgen dar“, betonte er. Gelting, wo es sich gut leben lasse, zähle zu den profiliertesten Fremdenverkehrsgemeinden im Kreis Schleswig-Flensburg. Dem von Knut Lassen-Petersen geleiteten Organisationsteam – sprich Bürgerparkausschuss – sprach Brüggemeier seine Anerkennung aus.

Zu den Geltinger Tagen, die gestern zu Ende gingen, kamen mehrere tausend Besucher. Im Bürgerpark war der Bär los, und am modernen Schweinemobil des Bauernverbandes erfuhren die Leute erstaunt, dass alle Borstentiere nicht schwitzen können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen