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Schlei-Bote

29. Juli 2014 | 00:32 Uhr

Kita Ellenberg feierte Geburtstag und Abschied

vom

KAPPELN | Mit einem Zirkus-Sommerfest feierte die evangelische Kindertagesstätte (Kita) Ellenberg jetzt ihr 40-jähriges Bestehen. Doch gab es bei aller Fröhlichkeit auch einen Hauch von Wehmut: Nach 27 Jahren als Leiterin nahm Uta Klingschat ihren Abschied.

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Den Auftakt für das Jubiläum bildete in der Auferstehungskirche ein Familiengottesdienst. Da zogen die Jungen und Mädchen singend - "Wir sind die Kleinen in der Gemeinde, ohne uns geht gar nichts" - in das Gotteshaus ein. Dort war es Pastor Gotthard Köppen, der sich als erster von Uta Klingschat, die er 1985 als Kita-Leiterin eingestellt hatte, verabschiedete. Die vergangenen 27 Jahre seien, wie der Seelsorger sagte, wie im Fluge vergangen. Dass Klingschat es so lange ausgehalten habe, wertete Köppen als Zeichen, dass Ellenberg eine gute Adresse sei. Uta Klingschats Engagement sei, so der Pastor weiter, weit über das übliche Maß hinausgegangen. Stets hätten für sie die Kinder an erster Stelle gestanden, für deren Wohl habe sie sich couragiert ein- und durchgesetzt. Dafür gebühre ihr der Dank der Kirchengemeinde. Als äußeres Zeichen dafür überreichte der Pastor einen eigens kreierten Kita-Ehrenteller.

Diesem Dank schlossen sich die Kinder ebenso wie deren Eltern, die Erzieher-Kolleginnen sowie alle, die sonst noch Uta Klingschats 27 Jahre langen Weg begleitetet haben, an: "Danke für alles, was Sie mit und für uns getan haben. Es war toll - jawoll". So intonierten die Kinder in einem eigens für Uta Klingschat getexteten Lied. Die so verabschiedete Kita-Leiterin war sichtlich gerührt. Die vergangenen 27 Jahre waren, wie sie sagte, eine lange und schöne Zeit.

Klingschats Dienstzeit endet offiziell Ende Juli - bis dahin ist Resturlaub für die 64-Jährige angesagt. Die gebürtige Stuttgarterin absolvierte in ihrer Heimatstadt eine Ausbildung zur Kindergärtnerin und Hortnerin. "Kinder", sagte sie auf ihr Leben zurückblickend, "liegen mir am Herzen, für sie habe ich mich stets stark gemacht". Gab es Widerstände zu überwinden, habe sie gekämpft. 1973 kam Uta Klingschat nach Schleswig-Holstein - erst nach Hattstedt, dann nach Eckernförde und vor 27 Jahren nach Ellenberg als Kita-Leiterin. Abschied nehme sie mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Es stimme sie, wie sie sagte, traurig, "dass es mir nicht gelang, einen Hort für Schulkinder zu etablieren". Zufrieden sei sie, ihrer Nachfolgerin - Gabriele Kröger-Gröning tritt ihren Dienst mit dem 1. August an - ein "Super-Team" zur Seite stellen zu können: zwölf Erzieherinnen, eine sozialpädagogische Assistentin, eine Hauswirtschafterin und zwei Reinigungskräfte. Seit August 2011 ist die Ellenberger Einrichtung eine Schwerpunkt-Kita für Sprache und Integration. Die Zahl von 83 Kindern in einer Krippen-, einer Ganztags- und drei Regelgruppen werde, so Uta Klingschat, konstant bleiben: 20 Kinder wechseln zur Grundschule und scheiden aus, 20 neue stehen in den Kita-Startlöchern. Die nunmehrige Ruheständlerin freut auf ihren Garten in Vogelsang-Grünholz - "der wartet auf mich" - und will ihre Walking-Stöcke "aktivieren". Was sonst noch ? Ehrenamtlich wird Uta Klingschat im Ronald-McDonald-Kinderhaus in Kiel mitarbeiten.

von uk
erstellt am 19.Jun.2012 | 08:06 Uhr

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