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Kappeln : Jugendzentrum auf beiden Schleiseiten?

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Ellenberg und Kappeln: Das Jugendzentrum könnte sich Standorte in beiden Stadtteilen vorstellen.

Marion Kasimir hatte ihren Vortrag geschickt aufgebaut. Die Leiterin des Jugendzentrums sprach vor dem Ausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Schulen von „gut angenommener Ferienbetreuung“, einer erfolgreichen Strategie zu den Heringstagen, die zu „weniger Auffälligkeiten“ geführt habe, vom Projekt „Plan haben“, das Jugendliche im Alltag begleitet und bei dem das Jugendzentrum seit Januar mitwirkt, von im Winter bis zu 35 und derzeit rund 20 jugendlichen Besuchern täglich und davon, nach den Sommerferien die Öffnungszeiten von derzeit 14 bis 20 Uhr auf 12 bis 20 Uhr auszuweiten. Lauter positive Aspekte, die den Bedarf des Jugendzentrums deutlich untermauerten. Und als all das gesagt war und seinen berechtigten Eindruck beim Ausschuss hinterlassen hatte, schob Marion Kasimir noch etwas hinterher. Ohne weitere Umschweife formulierte sie klar und ausdrücklich einen Wunsch: „Wir würden mit dem Jugendzentrum gerne wieder zurück nach Kappeln.“

Derzeit ist das Jugendzentrum im Begegnungszentrum in Ellenberg untergebracht und das seit Jahren und mit anhaltendem Erfolg. Und Wiebke Christiansen-Hansen (CDU) erinnerte auch gleich daran: „Wir haben uns damals bewusst für den Standort entschieden, um etwas in Ellenberg anbieten zu können. Das finde ich auch nach wie vor wichtig.“ Marion Kasimirs Argumente, wonach auch Jugendliche aus Rabel und Schwackendorf den Weg ins Jugendzentrum finden, vor allem aber Kappelns weiterführende Schulen auf der Angelner Seite der Stadt beheimatet sind, könne sie allerdings gut nachvollziehen. Kasimir betonte: „Wir haben inzwischen mehr Kinder aus Kappeln als aus Ellenberg.“

Britta Pichatzek, Leiterin der Gemeinschaftsschule an der Schlei, äußerte deutliche Freude am Wunsch, das Jugendzentrum nach Kappeln zu verlegen. „Ich begrüße das vor allem, weil die Schulen dann näher dran sind“, sagte sie. Und machte dann einen Vorschlag, der zwar auf den ersten Blick vielleicht etwas gewagt schien, auf den zweiten aber doch recht schnell angenommen wurde. „Vielleicht“, sagte Pichatzek, „ist ja sogar beides möglich – Kappeln und Ellenberg“. Wiebke Christiansen-Hansen stieg darauf ein und wurde noch etwas konkreter. „Es müsste ja nicht das volle Programm auf beiden Seiten sein“, sagte sie. „Sondern vielleicht zwei Tage am einen und drei Tage am anderen Ort.“ Marion Kasimir hatte mit der früheren Hans-Christian-Andersen-Schule bereits eine mögliche Lokalität ins Auge gefasst und betonte: „Beide Standorte wäre eine Superlösung.“ Auch der Umstand, Programm und Betreuung aufteilen zu müssen, sei unproblematisch.

Eine Entscheidung dazu fällte der Ausschuss noch nicht. Marion Kasimir erklärte derweil, den Wunsch, das ehemalige Förderzentrum nutzen zu können, schriftlich einzureichen. „Und dann“, sagte sie, „muss ich abwarten, was passiert“.

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erstellt am 26.Jul.2016 | 07:15 Uhr

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