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Schlei-Bote

08. Dezember 2016 | 19:19 Uhr

Wunschzettel-Aktion : In Diensten des Weihnachtsmannes

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Kappeln startet die Wunschzettel-Aktion für bedürftige Kinder.

Das städtische Sozialamt bekommt zurzeit jede Menge Weihnachtspost. Bunt bemalte Kinderbriefe mit den besten Wünschen für den Weihnachtsmann und seine Helferschar landen auf den Schreibtischen im Rathaus. Denn auch in diesem Jahr gibt es die Wunschzettelaktion des Kappelner Weihnachtshilfswerks.

Sozialschwache Familien werden angeschrieben und können dann dem Rathaus die Geschenkwünsche ihrer Kinder mitteilen. „Es geht um die Kinder, die nicht in wohl behüteten Verhältnissen leben, aber gleichwohl Wünsche haben, die die Eltern nicht erfüllen können. Deswegen helfen wir mit Unterstützung der Bürger“, erklärt Bürgermeister Heiko Traulsen.

Und so ist das Rathaus derzeit auch Poststelle des Weihnachtsmannes. Felix wünscht sich einen ferngesteuerten Mega-Kran mit Greifarm und Transportbühne, und eine Sechsjährige will eine Barbie-Puppe in die Familie aufnehmen. Ein Fußballfan scheint dagegen ein zehnjähriger Syrer zu sein, der sich das Trikot von Real Madrid – möglichst mit Hose – wünscht. Und eine Neunjährige hat es auf einen Schulranzen mit Cinderella-Motiv abgesehen. Die Wünsche sind so unterschiedlich wie die bildliche Gestaltung der Briefe. „Alle Wunschzettel werden erfüllt“, verspricht Bürgermeister Traulsen. „Nur nicht jeder Wunsch“, ergänzt Sozialamtsleiterin Helga Lorenzen. Eine Playstation beispielsweise sei zu teuer und komme nicht in Frage.

Noch bis gestern konnten die Familien die Wunschzettel ihrer Kinder im Rathaus abgegeben. Die Geschenke dürfen einen Wert von rund 20 Euro betragen. Und ab sofort können sich Bürger nummerierte Wunschzettel im Rathaus holen und dann bei der heimischen Kaufmannschaft die Geschenke besorgen. „Die Spender kommen ausschließlich aus Kappeln und Umgebung und daher soll das Geld auch in Kappeln bleiben“, sagt Helga Lorenzen.

Neben Rotariern, Lions und Profundus unterstützen auch die Kappelner Werkstätten das Vorhaben finanziell. „Das ist einfach eine schöne Aktion“, findet der Geschäftsführer der Werkstätten, Stefan Lenz und fischt für sich schon mal eine Hand voll Zettel heraus. Die Mitarbeiter der Werkstätten versuchen sich traditionell als Weihnachtshelfer. Gunnar Dubil, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, weiß, dass die 30 bis 35 Zettel in den Werkstätten immer weg gehen. „Nur die absurdesten Wunschzettel bleiben liegen, aber das liegt dann eben auch an den Zetteln“, so Dubil.

Im vergangenen Jahr haben sich von den angeschriebenen Familien mit 400 Kindern 182 beteiligt. Dieses Mal liegt die Zahl der angeschriebenen Familien infolge von derzeit 52 Flüchtlingskindern in Kappeln noch etwas höher. Vom 21. bis 23. Dezember können sich die Kinder jeweils in der Zeit von 8 bis 12 Uhr ihre Geschenke bei Weihnachtsmusik und Keksen im Foyer des Rathauses abholen. Für Helga Lorenzen ist das der schönste Teil der gesamten Aktion. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn ein Kind sein Geschenk zu Weihnachten auspackt.“

 

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erstellt am 02.Dez.2016 | 07:15 Uhr

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