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Schlei-Bote

24. März 2017 | 16:51 Uhr

Casa Kappeln : Hilfe für arme Kinder in Bolivien

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Mitglieder des Vereins „Casa Kappeln“ spendeten 8000 Euro für die Renovierung eines Horts in Südamerika.

Der seit 1975 bestehende Verein „Casa Kappeln“ kann auf eine Erfolgsgeschichte des „Helfens aus der Ferne“ zurückblicken. Das wurde jetzt einmal mehr bei der Jahresversammlung deutlich. Aus Spenden und den Beiträgen der rund 40 Mitglieder wurden 8000 Euro an „Christo Vive“ für die Finanzierung des Kinderhortes „Casa Kappeln“ in Bolivien überwiesen. Damit unterstützte der Kappelner Verein Schwester Karoline, die längst zu einer guten Freundin geworden ist. Immer wieder kommt sie gerne an die Schlei – ob das auch in diesem Jahr der Fall sein wird, sei, so Vereinsvorsitzende Elfriede Blieske, allerdings noch ungewiss.
Schwester Karoline hatte es sich nicht nehmen lassen, dem Kappelner Verein schriftlich für die anhaltende Verbundenheit zu danken. Sie sei, wie sie schrieb, froh und dankbar für die Unterstützung.

Das Motto von „Casa Kappeln“, Mitglied bei Christo Vive Europa – Partner Lateinamerikas – lautet nach wie vor „Den Armen Zukunft schenken“ und den Ärmsten der Armen zu helfen. Dies geschieht durch Spenden und bedeutet eine Anerkennung für das unermüdliche Bemühen der inzwischen 74-jährigen Schwester Karoline, die seit 1968 in Chiles Hauptstadt Santiago mitten unter den Armen lebt. Sie hilft nicht nur in Chile, sondern auch in Bolivien jungen Menschen, ihr Leben zu meistern und einen Beruf zu finden. Sie strahlt Energie aus, sie hat ein großes Herz, und da springt der Funken des Helfens über.

Elfriede Blieske und Schwester Karoline kennen sich seit über 40 Jahren. Es war der verstorbene Werner Blieske, der nach einem Auslandsaufenthalt als Lehrer in Chile in Kappeln „Casa Kappeln“ gründete und seit 1975 aus der Ferne half – seine Frau setzt die Arbeit nach seinem Tod fort, übernahm 2011 den Vorsitz des Vereins. In bewegenden Worten schilderte Blieske mit Blick auf 2016 „von unserer Hilfe, die sich auf Bolivien konzentriert“. Ob Kinderhorte oder -heime und Berufsschulen: Schwester Karoline, die aus Bayern stammt, ist unermüdlich tätig und will es auch weiterhin sein. Blieske und auch Geschäftsführer Dieter Wattenberg berichteten von jungen Freiwilligen – auch aus Kappeln –, die vor Ort die helfende Arbeit in Südamerika unterstützen, dabei mit extremer Armut konfrontiert werden. Sie sind, so die aus Südamerika übermittelten Erfahrungsberichte, bemüht, Kindern und Jugendlichen Zuwendung zu geben, das Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln – in Bergdörfern, in denen Kinder unter Lernschwierigkeiten leiden, aus armen, großenteils zerrütteten indigenen Familien stammen. Es gelte, Alkoholismus und Misshandlungen entgegen zu wirken – für die Helfer eine Herausforderung, der sie sich im Interesse der Menschen stellen, um ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen.

Zu den jungen Freiwilligen gehört seit August vergangenen Jahres die 19-jährige Leonie Thomsen aus Kappeln, die in Cochabamba, drittgrößte Stadt Boliviens, tätig ist. Ihre Mutter Anne legte bei der Jahresversammlung einen Bericht ihrer Tochter vor. Leonie Thomsen arbeitet in einem Kindergarten, unterstützt vormittags die Erzieherinnen und arbeitet nachmittags in der Hausaufgabenbetreuung. Bereits als Grundschulkind habe ihre Tochter das Helfen praktiziert, beteiligte sich an Spendenläufen für „Casa Kappeln“, erzählt ihre Mutter. Schnell war für Leonie klar, dass sie sich nach dem Abitur sozial in einem spanischsprachigen Land engagieren wolle. Gedacht und seit dem vergangenen Jahr getan. In ihrem Bericht wird deutlich, wie nachdrücklich und prägend die hautnahe Konfrontation mit Armut wirkt. Für den Verein steht fest, dass „wir weiter helfen werden“.

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