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Schlei-Bote

07. Dezember 2016 | 15:38 Uhr

Ausstellung im Amtshaus Süderbrarup : „Heile Welt Süderbrarup“

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Flüchtling und Fotograf Ashraf Saleh zeigt, wie er seine neue Heimat sieht.

„Mit fremden Augen“ heißt eine neue Fotoausstellung im Amtshaus von Süderbrarup. Die Motive sind bekannt: Naturaufnahmen aus Süderbrarup wechseln sich ab mit Fotos, die öffentliche Bauwerke aus der Region zeigen. Außergewöhnlich ist der Fotograf, der diese Fotos gemacht hat. Ashraf Saleh, 1981 im Jemen geboren, kam als Asylbewerber nach Deutschland und lebt seit Oktober 2015 in Süderbrarup. Von Beruf ist er Fotograf. Als Johannes Janssen Saleh bei der unter seiner Leitung stattfindenden Veranstaltung „Gemeinsam singen“ kennen lernte und von dieser Vorgeschichte erfuhr, stellte er Saleh seine Kamera zur Verfügung und animierte ihn, die Gemeinde aus Flüchtlingssicht zu zeigen. „Als Motiv wurden überwiegend die schönen Seiten Süderbrarups gewählt“, kommentiert Janssen die Ausstellung. Das entspräche vermutlich nicht nur der orientalischen Höflichkeit, sondern zeuge auch von der Sehnsucht nach „heiler Welt“ und nach Symmetrie vor dem Hintergrund einer Fluchtgeschichte aus Krieg und Zerstörung.

Und der Betrachter gerät tatsächlich ins Grübeln, wenn ein vor dem Krieg Geflohener ein Kriegerdenkmal im Halbschatten abbildet. Auf der anderen Seite aber rückt Saleh auch überquellende Marktstände oder den Werbeturm vom Südercenter ins Rampenlicht sowie den Bahnhof – für ihn ein Ort des Ankommens und ein Tor zur Welt jenseits von Süderbrarup.

„Es ist schön, dass uns jemand mit seinen Bildern Süderbrarup von außen zeigt“, erklärte Amtsvorsteher Thomas Detlefsen bei der Eröffnung der Ausstellung. Im Gegenzug solle sich der Betrachter bemühen, diese Bilder mit den Augen eines Flüchtlings zu sehen.

Die Ausstellung kann bis Dezember zu den Öffnungszeiten der Amtsverwaltung besucht werden. Die Bilder können für eine Spende von mindestens 25 Euro an die Aktion „Spendenstark“ erworben werden.

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