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Schlei-Bote

04. Dezember 2016 | 07:10 Uhr

St.-Katharinen-Kirche Gelting : Erster Schlag auf die neuen Glocken

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Mit einem Gottesdienst in der Geltinger St.-Katharinen-Kirche wurde das Geläut geweiht, und Gerd Fürstenberg erhielt das Ansgar-Kreuz.

Der Anlass war festlich, die Freude und der Dank waren groß. Der Gottesdienst in der St.-Katharinen-Kirche stand gestern Nachmittag ganz im Zeichen der Weihe der drei neuen Bronzeglocken und damit der Indienststellung. Dank der großen Spendenbereitschaft aus allen Kreisen der Bevölkerung gelang es in relativ kurzer Zeit, den Guss der Katharinen-, Ewigkeits- und Sakramentsglocke in Auftrag zu geben. Diese Weihe, so Pastorin Janine Linde, sei der Höhepunkt „unseres Projektes – getragen von der großen Gemeinschaft der Kirchenglieder“.

Es war Propst Helgo Jacobs aus Kappeln, der das Läuten der Glocken als einen Weckruf bezeichnete und der Kirchengemeinde Gelting gratulierte, das Vorhaben so schnell realisiert zu haben. Die Glocken werden während der Geltinger Tage – ab 11. Juli werden sie im separat stehenden Holzturm montiert – das erste Mal mit vollem Geläut ertönen und ab dann zu den Gottesdiensten und anderen Anlässen in das Gotteshaus rufen. Jacobs: „Die Glocken sollen zum Frieden mahnen, trösten und die Menschen auf all ihren Wegen begleiten.“

Für einen kleinen Vorgeschmack, wie die Glocken klingen, sorgte seitens des Kirchengemeinderates Gerd Fürstenberg, seines Zeichens Glockenbeauftragter. Er brachte Glocke für Glocke zum Klingen. Die Gottesdienstbesucher lauschten atemlos und freuen sich schon jetzt auf das künftig „große Geläut“. Doch damit nicht genug: Der Propst würdigte Fürstenberg, mit Beinamen „Gerd Glocke“, in besonderer Weise. Dieser Name, so Helgo Jacobs, stehe in Gelting als Synonym für das Glockenprojekt. Fürstenberg war es, der immer wieder motivierte, manchmal auch „nervte“ – immer das Ziel vor Augen. Für diesen persönlichen Einsatz, seine Förderung und sein Wirken für die Kirche verlieh ihm der Propst das Ansgar-Kreuz als Dankeszeichen der Kirche. Da gab es im Gottesdienst „standing ovations“, und „Gerd Glocke“, dem das offensichtlich die Sprache verschlagen hatte, war sichtlich gerührt. Das Ansgarkreuz ist nach dem Vorbild einer Kreuz-Emailfibel gestaltet. Das Original wurde in der alten Wikingerstadt Haithabu, der Wirkstätte von Ansgar, dem Apostel des Nordens, gefunden. Anmerkung von Jacobs: Apostel Ansgar hätte seine Freude an „Gerd Glocke“ gehabt.

Und weil Glocken im Mittelpunkt des gestrigen Gottesdienstes standen, wartete die Musikgruppe „Schräge Vögel“, die Geld, das sie bei Auftritten eingespielt hatte, für die Sakramentsglocke stiftete, mit einer Premiere auf. Erst unlängst hat sich die Gruppe als neue Instrumente „Chimes“ - Ein-Ton-Glocken – zugelegt. Sie zu spielen ist nicht einfach, aber die jungen Leute sind musikalisch versiert und begeisterten mit einem 100 Jahre alten Chorsatz aus der Ukraine, aus dem in den 30er-Jahren in den USA das Weihnachtslied „Carol of the bells“ entstand – so wurde mit Handglocken der besonderen Art den neuen Bronzeglocken der Kirche gehuldigt. Bei alledem ließ Pastorin Janine Linde nicht unerwähnt, dass Gerd Fürstenberg, nachdem das Glocken-Projekt vollendet sei, nun keineswegs die Hände in den Schoß lege. Vielmehr habe er mit einer Ausbildung zum Prädikanten begonnen.

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