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Schlei-Bote

03. Dezember 2016 | 16:49 Uhr

Steinberg : Ein Reiterhof für Gut Oestergaard

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Familie Lempelius will ihr Anwesen touristisch erweitern. Politik unterstützt die Pläne – Entscheidung am 14. September.

Das, was touristisch für das Gut Oestergaard von Bedeutung ist, sichern und für die Zukunft optimieren: Das ist die Maxime von Besitzer Jörg Lempelius. Mit seinem 108 Hektar großen Betrieb setzt er neben Landwirtschaft längst auch auf Tourismus – und das mit Erfolg. Mit rund 8000 Übernachtungen pro Jahr in 14 Ferienwohnungen, die nach und nach in den umgenutzten Gebäuden entstanden sind und die vornehmlich von Familien mit Kindern aus allen Teilen der Republik besucht werden, ist er durchaus zufrieden. Aber Stillstand gibt es für den 45-jährigen Landwirt und seine Familie, zu der neben Ehefrau Svea und den Töchtern Laura (11) und Luisa (8) auch des Gutsbesitzers Mutter Helga gehört, nicht.

Um das Gut touristisch fit für die Zukunft zu machen, ist er bereit, viel Geld in die Hand zu nehmen. Geld für die Planung und die Realisierung eines Reiterhofes mit zehn Tieren und später für den Bau von acht bis zehn Ferienhäusern nördlich des Mühlenteiches.

Der erste Planungsschritt ist getan und fand bei den Mitgliedern des Ausschusses für Planung und Umwelt der Gemeinde Zustimmung. Sie empfehlen der Gemeindevertretung das Vorkonzept für die „touristische Entwicklung Gut Oestergaard“ zu befürworten. Nimmt die Gemeindevertretung in ihrer nächsten Sitzung am 14. September die Empfehlung an, beginnt der lange Weg durch die Instanzen. Lempelius ist zuversichtlich, dass er seine Vorhaben Schritt für Schritt umsetzen kann.

Gut Oestergaard ist ein aus der Mitte des 19. Jahrhundert stammender Dreiseithof mit dem Status eines Kulturdenkmales. Die Gutsanlage befindet sich seit 1927 in Händen der Familie Lempelius. Damals war es Urgroßvater Christian, der die Hofstelle pachtete. Dessen Sohn Ove kaufte 1954 die Hofstelle von der Siedlungsgemeinschaft und übergab Oestergaard an seinen Sohn Herbert. 1998 war es dann dessen Sohn Jörg, der als nunmehr vierte Generation den Betrieb fortführt.

Die Anfänge der touristischen Nutzung reichen bis in die 1960er Jahre zurück: „Meine Oma begann damit, Zimmer zu vermieten.“ Für die Unterbringung von Urlaubern genutzt werden derzeit das Herrenhaus mit Ferienwohnungen, Café und Privatwohnung, die Kulturscheune als Veranstaltungsort dient im Winter als Lager für landwirtschaftliche Maschinen und Wohnwagen. In den ehemaligen Kuh- und Schweineställen befinden sich weitere Ferienwohnungen, ein Wellnessbereich, Abstellräume und ein Büro. Hinzu kommen die einstige Remise und das Kutscherhaus mit weiteren Ferienwohnungen. Im Energiehaus befindet sich die Holzhackschnitzel-Heizung für das Anwesen. Hinzu kommt eine Photovoltaik-Anlage, so dass das Gut, was die Energie betrifft, ziemlich autark ist.

Außerdem werden auf Gut Oestergaard alljährlich wiederkehrenden Veranstaltungen angeboten, deren Auftakt stets der Pfingstmarkt bildet. Dann folgen diverse Musik-Events, ein Oldtimertreffen und der Herbstmarkt, der am kommenden Wochenende, 10. und 11. September jeweils von 11 bis 18 Uhr stattfinden wird. Gut besucht ist auch das Maislabyrinth. Da wird es bei den Gespenster-Nächten – die letzte in diesem Jahr findet am 16. September ab 21 Uhr statt – richtig gruselig. Wenn Jörg Lempelius die Besucher der Veranstaltungen alle zusammenrechnet, kommt er auf rund 25  000 in diesem Jahr. Oestergaard ist für die Gemeinde Steinberg zu einem touristischen Aushängeschild geworden.

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erstellt am 05.Sep.2016 | 11:15 Uhr

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