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Schlei-Bote

04. Dezember 2016 | 13:25 Uhr

Kappeln : Ein Dankeschön für die Flüchtlingspaten

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Stadt feiert ihre ehrenamtlichen Helfer im Christophorushaus.

„Integration findet im Kopf statt und wird im Herzen bewegt.“ So läutete Bürgermeister Heiko Traulsen die große Dankes-Feier ein. Die Stadt hatte ins Christophorushaus geladen und zwar alle diejenigen, die sich in irgendeiner Weise um die Menschen bemüht haben, die in der jüngeren Vergangenheit in Kappeln ein neues Zuhause gefunden haben. Oder gerade dabei sind zu finden. Es war ein Dankeschön für die Flüchtlingspaten, für die, die viel Zeit und Aufwand investiert haben, viel Verständnis gezeigt, viel Geduld bewiesen, um anderen das Ankommen so leicht wie möglich zu machen. Und weil all dieses Bemühen eigentlich kaum aufzuwiegen und noch viel weniger in Geld aufzurechnen ist, ist es der Stadt ein Anliegen, mit einer speziellen Feier den Paten ihre Anerkennung entgegen zu bringen.

Bürgervorsteherin Dagmar Ungethüm-Ancker nannte in diesem Zusammenhang das Wort „Danke“ ein „viel zu schlichtes Wort für das, was Sie tun“. Die Paten würden anderen Menschen helfen, in einer für sie fremden Stadt Fuß zu fassen. „Sie zeigen ihnen, was es bedeutet, in Frieden zu leben, Sie sind bereit, verschiedene Kulturen kennen zu lernen, ohne Ihre eigene zu vergessen“, sagte Ungethüm-Ancker. „Dafür gebührt Ihnen hohes Lob.“ Einen weiteren Dank richtet die Bürgervorsteherin zudem an Helga Lorenzen vom Ordnungsamt sowie Olga Lang von der städtischen Koordinierungsstelle für Flüchtlingsarbeit und Dagmar Struß vom Team „Flüchtlingshilfe Kappeln“. „Sie sind ebenfalls ein Grund dafür, dass das Miteinander so gut klappt“, betonte Ungethüm-Ancker.

Neben Lang, die sich überwiegend um die Begleitung der Paten, sowie Struß, deren Hauptaugenmerk auf den Flüchtlingen liegt, die ihre ersten Schritte in der neuen Heimat bereits getan haben, stellten sich mit Britta Brandt und Katja Vetter zwei weitere Verantwortliche der Flüchtlingsarbeit vor. Brandt ist als Migrationssozialberaterin vom Wirtschaftszentrum Handwerk Plus nach eigenen Worten „für alle Lebenslagen“ der Neubürger zuständig. Vetter von der Evangelischen Familienbildungsstätte initiiert gezielt Projekte, um die Integration voranzutreiben.

Unter den rund 70 anwesenden ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern waren einige, die die Stadt noch ein bisschen mehr herausheben wollte – nämlich diejenigen, die sich bereits zu einem besonders frühen Zeitpunkt zum Engagement entschlossen hatten und bis heute dabei geblieben sind. Mit Martina und Jürgen Raddatz, Helga und Joachim Ramge, Nina und Bernhard Biakowski sowie Ulrich Dürkop zählte Olga Lang gleich sieben Kappelner auf, die so etwas wie die ehrenamtliche Keimzelle der Flüchtlingsarbeit darstellen. Daran angeschlossen lieferte Heiko Traulsen einen eindrucksvollen Überblick der einzelnen Projekte, darunter die Sprachförderung, die Fahrradwerkstatt, das Frauenfrühstück, das Café International, die Vermittlung in Praktika, die Börse für Babykleidung. Hinter allen diesen einzelnen Aktionen stecken Menschen, denen der Bürgermeister im Christophorushaus nicht nur einen Schokoweihnachtsmann und ein Geldgeschenk überreichte, sondern denen er vor allem eines mit auf den Weg gab: „Wir können nicht auf Sie verzichten.“

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erstellt am 29.Nov.2016 | 07:00 Uhr

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