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Schlei-Bote

20. Oktober 2014 | 06:23 Uhr

Duo zelebrierte italienische Weihnacht

vom

Gelting | Italienische Weihnacht in der Geltinger Kirche - wie geht das ? Natürlich ist Musik der verbindende Faktor, und zwei namhafte Musiker, die verwandtschaftliche Beziehungen nutzen, um ein wenig italienisch-fröhliches Licht in die dunkelste Jahreszeit zu bringen. Frühbarockes Licht erstrahlte in der Geltinger St. Katharinenkirche besonders hell, von Christoph Lehmann an Orgel und Cembalo und Ulla Bundies auf ihrer Violine zelebriert.

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Christoph Lehmann dürfte nach einem Blick ins Gesangbuch kein Unbekannter sein, mit etlichen überraschenden, fließenden Melodien, die er zu kirchlichen Texten komponiert hat. Er ist auch ein in der Barock-Musik-Szene sehr gefragter Organist und Cembalist, ein Zeit-und Weltreisender, der dies in seine Musik einbringt. Ulla Bundies, langjähriges Mitglied von "Musica Alta Ripa" und Verfechterin der Musik auf authentischen Instrumenten, setzte mit ihrer Violine Glanzlichter im Konzert um die italienische Weihnacht. Ihr Instrument, von Camillo Camilli 1743 in Mantua erbaut, verzauberte durch seinen silbrig-strahlenden Klang, ob in leicht dahinperlenden Tongirlanden oder in langen Bogenstrichen.

Dieser musikalische Hochgenuss wurde von der behutsam verlässlichen Begleitung Christoph Lehmanns noch unterstrichen, der - sich weise zurückhaltend - an Truhenorgel und Cembalo die Virtuosität von Ulla Bundies noch zu unterstreichen wusste. Italienische Frühbarock-Musik beinahe vergessener Meister löst hierzulande gerade zur Weihnachtszeit Visionen von feierlich-fröhlicher Festlichkeit aus, gepaart mit tiefer, fast kindlicher Frömmigkeit. Im direkten Kontrast dazu standen drei kleine Lesungen italienischer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, von Michael Scholz aus Gelting mit wohl modulierter Stimme vorgetragen. Höhepunkt war dabei Lampedusas "Panettone", der dem Publikum von Christoph Lehmann tatsächlich angeboten wurde.

Mit einer atemberaubenden, modern anmutenden "Chiacona" auf der Violine, mit wirbelnden Sprüngen, Brüchen und Echos in aberwitzigem Tempo präsentiert, von der Orgel unbeirrbar wie ein steter Wassertropfen untermalt, endete die "Italienische Weihnacht" mit donnerndem Applaus bedacht und einer fröhlichen Leichtigkeit, die die Zuhörer gewiss mitnahmen in die letzte Woche vor dem Weihnachtsfest.

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von
erstellt am 18.Dez.2012 | 03:59 Uhr

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