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Schlei-Bote

27. April 2017 | 09:12 Uhr

"Die Nooröffnung funktioniert"

vom

Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel tritt aufkommenden Irritationen um Standorte für Aldi und Markant entgegen

Eckernförde | Der forsche Auftritt der Investorengruppe für den Kinostandort am Schulweg und die ergänzenden Äußerungen des Aldi-Regionalleiters Torsten Janke im Eckernförder Bau- und Umweltausschuss haben für Irritationen gesorgt. Die Cine-Motion-Gruppe hatte gesagt, dass Aldi und Markant ihre Märkte nur in unmittelbarer Nachbarschaft weiterbetreiben wollten und eine "Solitärlösung" mit auseinandergezogenen Standorten nicht in Frage komme, ansonsten würden die Märkte geschlossen. Man präferiere den gemeinsamen Einzelhandels- und Kinostandort am Eckernförder Schulweg und lehne die angedachten Standorte im Planungsgebiet Nooröffnung - Markant rückt an die Reeperbahn vor, Aldi zieht an die Ecke Schulweg/Reeperbahn - ab. "Wir befinden uns mit der Stadt im offenen Dialog und versuchen, einen optimalen Standort zu entwickeln", sagte Aldi-Sprecher Janke auf Anfrage der Eckernförder Zeitung. "Es ist doch ganz normal, dass man um die beste Lösung ringt." Und die sei nun mal ein gemeinsamer Auftritt am Schulweg. Die Planung Nooröffnung sei für ihn deshalb nicht optimal, weil die Märke zu weit auseinanderlägen und die dazwischen liegenden Parkplätze von der Straße nicht einsehbar wären. "Wir halten den Standort Schulweg für besser, werden uns aber nach der Entscheidung der Stadt richten und eventuell neu nachdenken müssen."

Eckernfördes Bürgermeister Jörg Sibbel ließ keinen Zweifel an der Umsetzung des Großprojekts Nooröffnung. "Die Nooröffnung funktioniert und ist nicht gefährdet", sagte er. Das werde man sich auch von den jüngsten Äußerungen nicht nehmen lassen, stimmte er mit dem Vertreter des Sanierungsträgers BIG-Heimbau, Heiner Sonderfeld, überein. Man habe Markant und Aldi in den Gesprächen interessante Angebote für "eine deutliche Verbesserung" innerhalb des Planungsgebietes machen können, sagte Sibbel. Aus einem Standort mit der Note 3 werde jetzt ein Standort mit der Note 2, so Sibbel. Aldi würde am neuen Standort seine Verkaufsfläche von jetzt 600 auf 1000 Quadratmeter vergrößern. Die Standortqualität verbessere sich für den Discounter, aber auch für Markant - inzwischen Mieter bei der Stadt -, erheblich. Auch die 117 gemeinsamen Stellplätze bedeuten eine deutliche Steigerung. Dazu Sonderfeld: "Mehr würden es auch am Schulweg nicht werden." Er gehe nach wie vor fest davon aus, dass man sich in den Gesprächen mit der Familie Ohrt als Eigentümer der langfristig an Aldi verpachteten Immobilie auf eine Lösung einigen werde, die allen Seiten weiterhilft, betonte der Sanierungsbeauftragte. "Wir werden eine Lösung finden - und zwar innerhalb des Noor öffnungsgebietes."

Die Stadt besitzt Sanierungsrecht, das weiß auch Aldi. Bürgermeister Sibbel und Sanierer Sonderfeld verweisen auf die bisher erfolgreich "und lautlos" geführten Verhandlungen, die das Projekt Nooröffnung vorangebracht hätten. Man könne der weiteren Entwicklung daher gelassen entgegensehen, werde es aber nicht zulassen, dass diese hart erarbeitete Basis durch unüberlegte Äußerungen oder gezielte Provokationen aufs Spiel gesetzt werde.

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erstellt am 27.Mär.2013 | 03:59 Uhr

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