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Schlei-Bote

10. Dezember 2016 | 19:32 Uhr

Kappeln : Der Katzenjammer hat ein Ende

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Hunde-Quarantänestation nicht länger im Katzenhaus. Tierheim Weidefeld weiht Neubau ein. Mehrere hundert Besucher am Tag der offenen Tür.

Strandwetter am gestrigen Sonntag. Schlechte Karten für das Sommerfest des Tierheims Weidefeld? Weit gefehlt, mehrere hundert Menschen besuchten gestern das Tierheim. Bis weit über die Zufahrt hinaus parkten die Fahrzeuge im Wiesenredder Weg. „Dafür, dass wir hier mit dem Strandwetter konkurrieren müssen, sind wir sehr zufrieden“, meinte der 2. stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins Angeln-Schwansen, Dr. Ingmar Werner.

Um konkurrenzfähig zu sein hatte sich der Verein einige s einfallen lassen, So gab es neben einer Tombola mit gesponserten Preisen Kappelner Unternehmen auch Kinderschminken, eine Grillstation und erstmals einen Flohmarkt. Zudem nutzte der Verein den Tag der offenen Tür zur Einweihung der Hunde-Quarantänestation. Aus gesundheitlichen Gründen muss ein unbekannter zugelaufener Hund bis zur gesundheitlichen Überprüfung einzeln untergebracht werden. „Sonst wird der gesamte Bestand infiziert“, so Werner. In Kappeln war die Quarantänestation für Hunde ein Raum im Katzenhaus. „Das geht zwei bis drei Tage, aber nicht zwei bis drei Wochen“, so der 2. stellvertretende Vorsitzende. Zumal das Bellen des Hundes die Situation für die teils traumatisierten Katzen nicht gerade einfacher gemacht hat.

Das alles hat nun ein Ende. Nun gibt es einen grünen Container mit zwei Räumen inklusive separaten Gehegen abseits des Katzenhauses. „Gut, das Gebäude bekommt keinen architektonischen Schönheitspreis, aber es erfüllt seinen Zweck“, sagte Ingmar Werner über das kastenförmige Gebäude. Dabei sprach das Vorstandsmitglied von einem Premiumprojekt des Vereins. 15  000 Euro kostete die Fertigstellung des Containers, und dass auch nur weil viel in Eigenleistung erbracht wurde. Ohne die Spenden des Tierschutzes und der Kommunen wäre das Vorhaben allerdings nicht möglich gewesen. Vereinsvorsitzende Regina Berg ist froh über die Verlegung der Quarantänestation in ein eigenes Gebäude. „Das wird auch für die Mitarbeiter eine Erleichterung bedeuten“, so Berg. „Wir brauchten dringend eine eigene Hundequarantänestation. Schließlich haben wir eine Auszeichnung vom Deutschen Tierschutzbund, dem wollen wir gerecht werden“, sagte Tierheimleiterin Sabine Hegemann. Und Ehrenvorsitzende Christel Grube sprach von einem Riesenfortschritt gegenüber der bisherigen Situation.

Nach der Einweihung mit anschließender Besichtigung der Quarantänestation ging es aber wieder schnell zur Tagesordnung des Sommerfestes zurück. Die Besucher suchten das Pfoten-Café auf und besonderer Aufmerksamkeit erfreute sich die Tombola. „Wir haben versucht, mit unserem Programm diesmal ein breiteres Publikum anzusprechen“, sagte die 1. stellvertretende Vorsitzende Anke Christensen. So hätte man auch Kinderschminken und Eierlaufen mit Tennisbällen angeboten.

Doch auch den Erwachsenen schien das Fest gut zu gefallen. „Wir haben schon Katzen von hier adoptiert“, sagte Julia Blank. „Es herrscht hier immer eine sehr nette und familiäre Atmosphäre“, so die 25-Jährige. Ihre 21-jährige Schwester Anna Blank hat bei der Hochzeit mit Ehemann Timo Blank fürs Tierheim gespendet. „So eine Einrichtung ist wichtig, weil so viele Tiere ausgesetzt werden“, meinte Anna Blank. Den Besuch des Tierheims haben sie dem Strand vorgezogen, wie Timo Blank erklärte.

„Wir haben vor zweieinhalb Jahren haben hier unseren Kater geholt“, sagte Karin Hollensen über ihre Verbindung zum Tierheim. „Doch, das ist das erste Mal, dass wir hier bei einem Tag der Offenen Tür sind, und es gefällt uns gut“, ergänzte ihr Mann Niklaus Hollensen. Doch nach einer Weile gingen die Beiden dann auch wieder. „Das hier war nur eine Zwischenstation für uns, wir wollen noch an den Strand.“ Also so ganz konnte das Tierheim am Ende den Strand nicht aus dem Feld schlagen. Aber konkurrenzfähig war das Angebot allemal.

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erstellt am 25.Jul.2016 | 07:45 Uhr

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