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Schlei-Bote

27. April 2017 | 09:13 Uhr

Der erste Schritt zur Nooröffnung

vom

Eckernförder Ratsversammlung beschließt förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes in der Stadtmitte

eckernförde | "Die spannende Entwicklung eines neuen Stadtteils beginnt." Eckernfördes Bauausschussvorsitzender Karl-Heinz Huber war in der jüngsten Ratsversammlung bester Laune. Einstimmig beschlossen die Ratsmitglieder bei Enthaltung der Linken die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes "Nooröffnung" inklusive Satzungsbeschluss. Gleichzeitig haben sie den Bürgermeister Jörg Sibbel zum Ankauf der erforderlichen Flächen, die noch nicht der Stadt gehören, ermächtigt.

Das Gebiet zwischen Innenhafen und Bahntrasse, zwischen Noorstraße und Schulweg soll wegen seiner "erheblichen städtebaulichen Missstände" neu geordnet werden. Die Wasserflächen von Hafen und Noor haben eine trennende Wirkung im Eckernförder Stadtgefüge. Das Areal zwischen dem Binnenhafen und dem Windebyer Noor bildet den Schnittpunkt zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil Eckernfördes. Deshalb soll dort, wo sich Parkplätze, Supermärkte und bis vor einiger Zeit auch noch die HaGe tummelten, ein baulich und landschaftlich reizvolles Gebiet mit einer wieder freigelegten Verbindung von Windebyer Noor und Hafen entstehen. Der größte Teil des Gebietes liegt auf dem, im Jahre 1929, verfüllten Bereich des Windebyer Noors. Huber: "Die geplante Öffnung des Windebyer Noors ist ein bedeutender Beitrag, die historische und landschaftliche Einbindung von Eckernförde wieder herzustellen und damit die einmalige Lage Eckernfördes auf einer Halbinsel zwischen Ostsee und Windebyer Noor wieder erlebbar zu machen."

Die Öffnung des Noores soll westlich des Steindamms in Form einer großen Wasserfläche bis zum Bahndamm mit einer Wassertiefe von 1 bis 1,20 Meter erfolgen. Es sollen "umfangreiche touristische und freizeitorientierte Bauprojekte" realisiert werden. Karl-Heinz Huber: "Hier entstehen herausragende Qualitäten und beste Angebote im Wettbewerb touristischer Orte wie zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern und Skandinavien." Unter anderem sollen zwischen Gaehtjestraße und Hafen Packhäuser mit Ferienunterkünften und Wohnungen sowie Läden und Restaurants entstehen. Für den Steindamm ist ein Platz mit terrassenförmiger Böschung zum Noor, Tourist-Info und Café vorgesehen.

Die Reeperbahn wird über den Steindamm zur Gaehtjestraße verschwenkt. Vier B-Pläne, die eine Fläche von 7,5 Hektar umfassen, gehören zur Nooröffnung, die ersten beiden B-Pläne für Hafen und Noorstraße sollen im Jahr 2013 beschlossen werden.

Karl-Heinz Huber betonte, dass der mehr als vier Jahre dauernde Prozess zumeist in öffentlich tagenden Sitzungen stattgefunden habe. "Ich denke, dass das Projekt Nooröffnung oder besser gesagt ein Stadtumbau einer Industriebrache für viele Jahre - eher Jahrzehnte - positiv prägend für Eckernfördes städtebauliche Entwicklung sein wird." Er dankte allen Beteiligten und besonders dem Bürgermeister, der "es wieder geschafft hat, einen Meilenstein in der Entwicklung Eckernfördes zu setzen".

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Klimach-Dreger schloss sich den fachlichen Ausführungen Hubers an und betonte, dass seine Fraktion "mit großer Freude" zustimmen werde. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die SPD schon in den 90er Jahren ein Befürworter des Projekts gewesen sei. Die Ratsversammlung habe immer einen weitsichtigen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Gebiet gepflegt, um eines Tages die Umsetzung realisieren zu können.

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erstellt am 17.Dez.2012 | 07:18 Uhr

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