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Schlei-Bote

10. Dezember 2016 | 06:05 Uhr

Kappeln : „Das ist der pure Adrenalin-Kick“

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Preisgewinnerin Gisela Floto segelt bei der Speckregatta erstmals auf einer Segelyacht unter Wettfahrtbedingungen mit.

Die Speckregatta am Sonnabend hatte zwei Zuschauer in der ersten Reihe. Gisela Floto aus Taarstaedt und Cornelius Hennig aus Kappeln waren die Sieger eines gemeinsamen Gewinnspiels des Arnisser Segelclubs (ASC) und des Schlei Boten.

Für Gisela Floto war der Sonnabend unvergesslich. Floto hatte das Glück auf der „Sea Ya“ von Kerstin und Frank Germighausen, einer Jeannau 37, mitzusegeln. „Es war wirklich richtig toll, so ein schönes Erlebnis hatte ich nicht erwartet“, sagte die Nachhilfelehrerin für Deutsch und Mathematik. Die geborene Hamburgerin kannte aus ihrer Jugend ruhiges Familiensegeln. „Doch das hier hat auf jeden Fall seinen Reiz. Dieses Sportliche und Kämpferische hat eine andere Qualität. Das ist der pure Adrenalin-Kick“, meinte Gisela Floto. Zumal der Wind aus Südwest mit einer Stärke von 4 bis 5 blies. „Das war kein Flautengedudel, da war auch richtig Action dabei“, meinte „Sea Ya“-Kapitän Frank Germighausen. Dabei hatte die Yacht vor Lindaunis fast einen Crash. „Ich glaube, da hat Gisela Floto gemerkt, wie eng wir auf dem Wasser durch die Gegend fahren“, so Germighausen.

Auf die Frage wie der Tag für ihn war, antwortet der andere Gewinner des Preisrätsels, Cornelius Hennig, im Telegrammstil: „Aufs Boot steigen, ablegen, losfahren und Sonne, Wind und Wasser genießen.“ Hennig war Gast auf der „Infinitum“ von ASC-Mitglied Burkhard Ebert, die die Regatta begleitete. Dabei hätte der Kappelner Pensionär gern auch auf einem Regattaschiff mitgesegelt, wie es auch in der Zeitung angekündigt war. „Dass ich auf einer Rennziege nicht mitsegeln kann, ist klar. Doch auf einem Dickschiff, hätte ich schon als Kielschwein mitschwimmen können“, meinte Hennig, der in der Vergangenheit auch einige Regatten gesegelt ist. Doch dem ASC schien das Risiko zu groß. So fuhr Hennig auf dem Boot der Eberts mit und verstand sich „ausgezeichnet“ mit dem Ehepaar. „Wir haben gesehen, wie die Schiffe um die Tonnen rumgegangen sind und wie sie mit ihren Segeln gekämpft haben. Das war schon eine Abwechslung“, sagte Hennig über den Tag.

Gerade die Windbedingungen und das große Teilnehmerfeld sorgten trotz mehrerer Starts für enge Positionskämpfe. Mit 88 Teilnehmern verfehlt der ASC zwar sein selbst gestecktes Ziel, die 100-Marke zu knacken. Doch Vorstandsmitglied Germighausen war dennoch zufrieden, zumal sich mehr Yachtbesitzer angemeldet hatten, die dann aber nicht eintrafen. Einziger Wermutstropfen: die erhofften Teilnehmer aus Faaborg blieben aus.

Als Gewinnerin fühlte sich auf jeden Fall Gisela Floto. Regattasegeln, so hat sie festgestellt, ist in gewisser Weise eine Männerwelt, weil es viel Muskelkraft bedürfe, um die Segel zu bedienen. „Doch irgendwie bin ich davon begeistert und eine erneute Teilnahme im nächsten Jahr würde mich schon reizen.“ 

 

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erstellt am 05.Sep.2016 | 07:45 Uhr

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