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Schlei-Bote

10. Dezember 2016 | 17:49 Uhr

Kappeln : „Das Ansgarkreuz erhält genau die Richtige“

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die stellvertretende Gemeinderatsvorsitzende von Ellenberg, Monika Gräfe, erhält die Auszeichnung der Nordkirche für ihr jahrzehntelanges Engagement.

„Die Überraschung ist gelungen“, bedankte sich sich sichtlich gerührt Monika Gräfe nach der Verleihung des Ansgarkreuzes durch Propst Helgo Jacobs und Pastor Jörg Jackisch im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Ellenberger Auferstehungskirche. Dabei versäumte sie es nicht, in ihren Dank „meine Mitstreiter“ mit einzuschließen.

Nachdem zuvor ihre Tochter Christine und deren Mann Jens-Uwe Meyer aus Varel in Niedersachsen, die vor zwei Jahren standesamtlich geheiratet hatten, nun den kirchlichen Segen für ihr weiteres gemeinsames Leben erhalten hatten, stand Monika Gräfe im Mittelpunkt. Die Auszeichnung mit dem Ansgarkreuz begleiteten die Gottesdienstbesucher mit Beifall und bekundeten damit, dass sie eine Frau ist, die diese Ehrung verdient hat.

In seiner Laudatio ging der Propst auf Ansgar, den Apostel des Nordens, ein. Im neunten Jahrhundert war die Christianisierung sein Ziel. „Keine leichte Aufgabe“, so Helgo Jacobs. Denn die Nordmänner und -frauen waren gewaltbereit. Ohne Gewalt, aber mit viel Überzeugungskraft, mit großer menschlicher Zuwendung und Zuverlässigkeit sei er an sein Werk gegangen: Mit Freude und ohne Gewalt. In Erinnerung an ihn wird heute das Ansgarkreuz verliehen.

Dass Monika Gräfe die richtige Frau für eine solche Verleihung sei, davon war nicht nur die Kirchengemeinde Ellenberg, sondern auch der Kirchenkreisrat überzeugt. Die Auszeichnung sei, so der Propst, „klammheimlich“ vorbereitet und dieser Gottesdienst am Sonnabend als gute Gelegenheit befunden worden.

Die 75-jährige Monika Gräfe, die bei der Kirchengemeinderatswahl am ersten Advent nicht wieder kandidiert, sondern sich verstärkt ihrer Familie widmen will, engagiert sich seit 42 Jahren ehrenamtlich in der kirchlichen Gemeindearbeit – ihre Familie und viele Mitarbeiter tragen als Team ihr Engagement mit. Ob Kindergruppe, Basare, Feste oder Empfänge: Monika Gräfe brachte ihre Zeit mit ein und viele Ideen wurden in die Tat umgesetzt. Dabei schaute sie über den Tellerrand – couragiert, engagiert, verlässlich, stets konstruktiv und positiv, ohne den Einzelnen aus dem Blick zu verlieren.

Vor 37 Jahren wurde sie Mitglied des örtlichen Kirchengemeinderates, als dessen stellvertretende Vorsitzende sie nun auf eigenen Wunsch ausscheiden wird. Auch wenn nicht immer alles einfach war, so vermittelte Monika Gräfe dennoch stets ansteckende Freude – in Ellenberg und auch als Mitglied der Kirchenkreissynode. Sie habe stets das Christsein gelebt. „Kirche ist ihr zweites Zuhause“, so Helgo Jacobs. Dabei bezeichnete der Propst Monika Gräfes Engagement als Ausdruck ihres tiefen Glaubens. „Ihr Anliegen war und ist es, der christlichen Botschaft im menschlichen Miteinander Gestalt und Raum zu geben“, sagte Jacobs. Geduldig und fair habe sie stets Themen angepackt – kritisch, umsichtig, nie kränkend und auch immer mit einer Portion Humor. Ihr sei es gelungen, Kirche als Raum für andere Menschen und als Begegnung mit dem christlichen Glauben einladend zu öffnen – unermüdlich und beispielhaft und damit ganz im Sinne von Ansgar, dem Apostel des Nordens.

Wie groß die Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit von Monika Gräfe ist, wurde bei alledem auch daran deutlich, dass der einstige Pastor von Ellenberg und Amtsvorgänger von Jörg Jackisch, der ehemalige Seelsorger Gotthard Köppen, und Dr. Karsten Petersen als Kappelner Seelsorger gekommen waren, um dafür zu danken, dass die Geehrte ihre Zeit als Geschenk zur Verfügung stellte und auch noch bis zum ersten Advent stellen wird.

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erstellt am 24.Okt.2016 | 07:45 Uhr

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