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Schlei-Bote

03. Dezember 2016 | 16:45 Uhr

Kappeln : Christophorus-Kindergarten wächst

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Christophorus-Kindergarten erhält eine neue altersgemischte Gruppe mit 15 Plätzen und baut dafür für rund 120.000 Euro um.

In der evangelischen Kirchengemeinde tut sich was. Das Christophorushaus in der Konsul-Lorentzen-Straße wird seit Anfang Juni umgebaut. Die bisherigen Gemeinderäume in dem Kindergartentrakt werden aufgegeben. Stattdessen werden nun im alten Pastorat Gemeinderäume entstehen. „Die Mischnutzung des Gebäudes hat dann ein Ende“, sagt Kirchengemeinderatsvorsitzender Karsten Petersen. Und der Kindergarten kann dann in den frei werdenden Räumen eine neue altersgemischte Gruppe von ein bis sechs Jahren aufnehmen. Dafür wird derzeit eine zweite 16 Quadratmeter große Toilette angebaut. Und nicht nur das, die Gemeinde wird in dem Christophoruskindergarten künftig auch eine Stützpädagogin für Kinder mit besonderem Förderbedarf anbieten. „Der Kindergarten leistet so einen Beitrag zur Inklusion“, sagt Leiterin Martina Braatz. „Kinder bis sechs Jahren mit Lernschwierigkeiten oder besonderem Betreuungsbedarf müssen jetzt nicht mehr nach Süderbrarup“, ergänzt Karsten Petersen.

„In Zeiten, in denen wir eher schlechte Nachrichten für die Menschen haben, ist es schön, wenn auch mal eine gute dabei ist“, meint der Pastor. Die Umbauten sind möglich, weil die Stelle von Pastor Christoph Sassenhagen längerfristig nicht mehr wieder besetzt wird und damit das Pastorat leer steht. „Wenn das schon so ist, dann soll für die Kirchengemeinde jedenfalls etwas dabei rauskommen“, so Petersen. Und dies ist für ihn jetzt der Fall. Der Kindergarten kann durch den Umbau und die hinzugewonnenen Räume, die neue Gruppe aufnehmen. Und dennoch wird der Kindergarten in der Nähe der Gemeinderäume bleiben und so sein Profil behalten. Denn im alten Pastorat werden nun Gemeinderäume wie Unterrichtsraum, Gruppenraum, Raum für Konfirmandenunterricht, aber auch die Hospizgruppe und die Leitung des Kindergartens ihren Platz finden. „Diese Arbeit fand bislang bei mir zu Hause oder im Flur statt“, sagt Martina Braatz. Denn ein eigenes Büro hatte die Leiterin der Kindertagesstätte im Christophorushaus bislang nicht.

Anlass zu dem Umbau war der Bedarf an Plätzen für Unter-Dreijährige. „Die Stadt wollte mehr Plätze für Kinder unter drei Jahren“, sagt Martina Braatz. Die erhält sie nun auch durch den Umbau. Die dafür fälligen Kosten samt Inneneinrichtung in Höhe von 120.000 Euro übernimmt auch die Stadt, die für die Maßnahme aber im besten Falle mehr als die Hälfte an Fördermitteln erhält. Braatz und Petersen loben die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. „Wir sind hier auf offene Ohren und Herzen gestoßen“, sagt Petersen.

Ende August soll alles fertig sein. Der Pastor legt Wert darauf, dass trotz des Platzgewinns der kleine und familiäre Charakter des Kindergartens erhalten bleibt. „Wir meinen, so intensivere Arbeit leisten zu können“, stimmt Martina Braatz zu. Die Einrichtung wird neben der bisherigen U-3- und Ü-3-Gruppe von je zehn Kindern noch die neue altersgemischte Gruppe von ein bis sechs Jahren mit maximal 15 Kindern aufnehmen. „Wir sind beide schwer begeistert von dem, was wir hier tun“, so der Kirchengemeinderatsvorsitzende. „Denn wir haben beide das Gefühl, etwas Gutes zu tun für den Kindergarten, die Kirche und die Stadt“, so Petersen. Auch im Außenbereich wird es Veränderungen geben. Der Spielplatz wird um einen Teil des Vorgartens vergrößert. Dort wird eine Sandkiste aufgestellt. Davon dürften dann auch die Kleinen schwer begeistert sein.

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erstellt am 06.Jul.2016 | 07:00 Uhr

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