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Schlei-Bote

10. Dezember 2016 | 00:08 Uhr

Süderbrarup : Bester Brarupmarkt seit Jahren

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

250.000 Besucher, Lob von den Schaustellern, wenig Einsätze für die Polizei: Brarupmarkt verlief außerordentlich erfolgreich.

Gestern Morgen um zwei Uhr endete der diesjährige Brarupmarkt mit dem Zapfenstreich in den Festzelten. Nach Meinung der Schausteller war es der beste Markt seit Jahren. Das lag mit Sicherheit am optimalen Marktwetter. Die Regenzeit der Vorwochen ließ die Landwirte nicht auf die Felder. Die sporadisch auftretenden Regenschauer machten keine Lust auf Strandwetter. Und die warmen Abende verleiteten zu einem oder mehreren Feierabendbieren. Brarupmarkt war während der letzten fünf Tage alternativlos und dadurch immer gut besucht.

Süderbrarups Bürgermeister Friedrich Bennetreu schätzt die Zahl der Besucher an den fünf Markttagen auf 250.000 bis 300.000. Ärger mit den Schaustellern gab es keinen. „Sie fühlen sich bei uns gut aufgehoben, deshalb ist auch die Zusammenarbeit gut“, erklärte Bennetreu. Marktmeister Dirk Lorenzen konnte feststellen, dass Neuheiten, wie das Gotcha- oder Pfeil-und-Bogen-Schießen, beim Publikum gut ankamen und auch dass das Bayernzelt für guten Zulauf hatte. „Leider hatten wir durch kurzfristige Absagen Löcher in den Standreihen, die nicht mehr zu schließen waren“, bedauerte er dagegen.

Die Polizei hatte nur wenig zu tun. „Höhepunkt war der Streit zwischen zwei bereits polizeilich bekannten Familien, der von uns geschlichtet werden konnte, bevor er eskalierte“, erklärte Revierleiterin Nicole Czayka. Auch beim DRK war es ruhig. Neben der Versorgung von einigen „Schnapsleichen“ war eine Schnittverletzung an der Hand der schlimmste Einsatz. Die häufigste Versorgung gab es für Insektenstiche. Denn ein Bienenschwarm hatte sich kurzfristig auf das Volksfest verirrt und war angesichts der bunten Umgebung völlig durcheinander.

Auch den inzwischen fast traditionellen nächtlichen Badegast im angrenzenden Schwimmbad gab es wieder. Als der Sicherheitsdienst ihn entdeckte, gab er noch im Adamskostüm Fersengeld. Doch es nutzte ihm wenig, da in der zurückgelassenen Kleidung seine Papiere und sein Handy steckten. Jetzt wird untersucht, ob er eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch oder Sachbeschädigung erhält.

Außerdem ließ Bürgermeister Bennetreu eine alte Tradition wieder aufleben und fuhr mit der zweitältesten Bürgerin Süderbrarups im Riesenrad. Die älteste Bürgerin lag krank im Bett und konnte nicht mitfahren. Die Idee zur Tour kam am 99. Geburtstag von Christine Jordt. Sie war in früheren Jahren begeisterte Brarupmarkt-Gängerin und hatte in privatem Kreis schon des Öfteren den Wunsch nach einer Riesenradfahrt geäußert. Das Dorfoberhaupt ließ es sich nun nicht nehmen, diese Fahrt zu spendieren. Er brachte sogar eine Einstiegshilfe mit. So konnte die 99-Jährige Süderbrarup und seinen größten Sandkasten (Schulbaustelle) von oben sehen. Ihr „Das war richtig schön!“ kam nach der Fahrt aus vollem Herzen. Und als 100-Jährige will sie die Fahrt auf jeden Fall wieder machen.



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