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Schlei-Bote

06. Dezember 2016 | 03:37 Uhr

Kappeln : Berufsbildungszentrum zum Anfassen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Außenstelle des BBZ Schleswig hält Tag der offenen Tür ab. Mitmach-Aktionen und Beratungen gehören zum Programm.

Die Kappelner Außenstelle des Berufsbildungszentrums (BBZ) Schleswig feiert das 111-jährige Bestehen ihres Hauptgebäudes in der Kirchstraße mit einem Tag der offenen Tür. Vor elf Jahren gab es zum 100-jährigen Bestehen des Hauptgebäudes eine größere Feier, eine Festschrift und einen Tag der offenen Tür. „Damals wollten wir alle fünf Jahre so einen Tag der offenen Tür abhalten. Statt im Vorjahr nehmen wir nun das 111-jährige Bestehen des Gebäudes, um es dann am 11.11. zu feiern. Das ist doch irgendwie auch eine runde Sache“, meint der Kappelner Schulleiter Uwe Schürch. Das BBZ, beziehungsweise die Kreisberufsschule sind in dem Gebäude erst seit den 80-er Jahren, davor war unter anderem die Klaus-Harms-Schule darin untergebracht. Doch gefeiert werden eben 111 Jahre Pädagogik, und da gehört das BBZ dazu.

Am Freitag, 11. November, ist jedermann von 8 bis 13 Uhr eingeladen, sich die Schule auch mal von innen anzusehen. Es gibt interessante Angebote. Die Gäste können sich beispielsweise bei einem Rundgang die Schule anschauen. Ferner werden ihnen Beratungen in den verschiedenen Abteilungen, Mitmach- und Klassenaktionen und Präsentationen unterschiedlicher Projekte geboten. In allererster Linie richtet sich das Angebot an die Schüler allgemeinbildender Schulen und damit an die künftigen Auszubildenden. „Die Kooperation mit den Schulen aus Kappeln, Süderbrarup und Umgebung wollen wir weiter intensivieren“, betont Schürch. So werden die Schüler der neunten und zehnten Klassen am Tag der Offenen Tür die Gelegenheit haben, in die Kappelner Außenstelle des BBZ zu kommen. „Wir wollen dabei die Vielfalt unseres Angebotes wie das der dualen Berufsausbildung darstellen“, sagt der Schulleiter.

In Kappeln werden Azubis schulisch zum Kraftfahrzeugmechatroniker im dualen System ausgebildet, aber auch zur Verkäuferin oder Verkäufer sowie zum Kaufmann oder zur Kauffrau im Einzelhandel. Ferner stehen sich an diesem Tag die Berufsfachschulen des Bereiches Sozialwesen mit Schwerpunkt Familienpflege und des Bereiches Gesundheit und Ernährung sowie „Technik“ im Fokus. Zum BBZ Kappeln gehört auch das Berufliche Gymnasium. Nach drei Jahren legen die Gymnasiasten des BBZ ihre Abiturprüfung ab. „Der Tag der offenen Tür ist ein Angebot für junge Schüler überall mal reinzuschnuppern“ sagt der Leiter des BBZ Schleswig, Hans Hermann Henken. „Wir verstehen uns als Dienstleister. In Kappeln bieten wir wohnortnahe und ausbildungsplatznahe berufliche Bildung“, so Henken.

Für Jugendliche, die keinen Ausbildungsvertrag bekommen, aber auch keine weiterführende Schulart besuchen, gibt es zudem den Bildungsgang Ausbildungsvorbereitung Schleswig-Holstein. Mit ihm soll der Übergang in eine duale Ausbildung ermöglicht werden. Im Vergleich zum letzten Tag der offenen Tür vor sechs Jahren hat sich laut Schürch einiges getan. „Wir haben jetzt 60 Flüchtlinge in den DaZ-Klassen, die hier Deutsch lernen, um sich in die Gesellschaft zu integrieren“, sagt der Schulleiter. Für Menschen mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) gibt es in Kappeln ein Berufsintegrationszentrum und für Menschen mit Lern- oder anderen Behinderungen wurde in Kooperation mit der Süderbraruper „Schule am Markt“ eine Inklusionsklasse eingerichtet. In Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeit gibt es in Kappeln in einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss zu abzulegen, um dann eine Ausbildungsstelle zu erhalten.

Über die Möglichkeiten, sich am BBZ Kappeln fort- und weiterzubilden, können sich alle Interessierten am „Tag der offenen Tür“ fachkundig beraten lassen. Für jeden Fachbereich des BBZ stehen an diesem Tag Experten bereit, um die Besucher zu beraten und um ihnen Ratschläge für einen möglichst erfolgreichen Berufsweg zu geben. Uwe Schürch gibt als Motto für diesen Tag aus: „Wir wollen den jungen Menschen zeigen, dass Berufsbildung nichts Besonderes ist, wir wollen zeigen, dass auch hier normale Menschen arbeiten.“

 

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erstellt am 25.Okt.2016 | 07:45 Uhr

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