zur Navigation springen

Schlei-Bote

26. August 2016 | 21:55 Uhr

Geltinger Bucht : Amt kommt ohne neue Kredite aus

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Schulkosten belasten den Haushalt: 1,2 Millionen Euro müssen an Nachbargemeinden gezahlt werden.

Mit einem Volumen von 7,93 Millionen Euro im Ergebnisplan und einen um rund 14.000 Euro niedrigeren Finanzplan geht das Amt Geltinger Bucht ins Haushaltsjahr 2016. Amtskämmerers Hauke Scharf und der Geltinger Bürgermeister Uwe Linde, Vorsitzender des Amtsfinanzausschusses, erläuterten den Mitgliedern dieses Gremiums in der jüngsten Sitzung Einzelheiten der Finanzplanung: Die vorgesehenen Investitionen betragen rund 620.000 Euro, während die Einzahlungen aus der Investitionstätigkeit, also zumeist öffentliche Zuschüsse für Projekte, mit 171.500 Euro zu Buche stehen. Personalkosten in der Verwaltung fallen für 45,88 Stellen an. Die 16 amtsangehörigen Kommunen werden mit 24,38 Prozent als Amtsumlage zur Kasse gebeten. Hinzu kommt eine anteilige Schulkosten-Finanzierung von 21,16 Prozent. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen. Linde: „Eigentlich enthält unser Haushalt nichts wirklich Gravierendes.“

Zu den Neuerungen gehört die Einrichtung einer Extra-Haushaltsstelle für alle Leistungen, die in Zusammenhang mit der Flüchtlingsbetreuung stehen, darunter Ausgaben für die Integration, für Sprachkurse und Personal. Laut Kämmerer werden ab sofort für jeden Neuankömmling aus Sammelunterkünften einmalig staatliche Mittel von 2000 Euro überwiesen. Gerechnet wird in diesem Jahr mit einer Einnahme von 35.000 Euro, denn weitere 170 Asylbewerber sollen dem Amt Geltinger Bucht zugewiesen werden. Sollte am Jahresende nicht alles Geld ausgegeben werden, werde der Überschuss in eine Rücklage übertragen und für eine spätere Verwendung zur der Betreuung von Asylbewerbern aufbewahrt, erläuterte Scharf.

Der Anschaffung einer neuen Strandreinigungsmaschine steht nichts mehr im Wege. Vorschrift ist jedoch, dass die Amtsverwaltung drei Angebote von potenziellen Herstellern einholen muss.

Zur Sprache brachte Amtsvorsteher Thomas Johannsen eine nicht nur aus seiner Sicht bedauerliche Entwicklung bei der Finanzierung der Schulen: Von den drei Millionen Euro, die als reine Schulkosten (ohne Gebäudeunterhaltung und Schülerbeförderung) aufgebracht werden müssen, kommen 1,26 Millionen nicht den im Amtsbezirk bestehenden fünf Schulen zugute, sondern fließen nach außerhalb. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Beiträge, die das Amt für Gastschüler der Gymnasien Kappeln und Satrup sowie für die Kappelner Gemeinschaftsschule aufzuwenden hat.

Mit Sorge betrachtet der Ausschuss den maroden Zustand des hölzernen Haupthauses im Gammeldammer Domizil der Jugendfeuerwehr Ostangeln. Das Dach ist defekt, insbesondere nach einem noch nicht behobenen Sturmschaden. Im Sommer nutzt der Feuerwehr-Nachwuchs das ehemalige Ferienlager einer Berliner Einrichtung. Amtsvorsteher Johannsen verdeutlichte, dass es zum Erhalt keine Alternative gebe, weil es unweit der Ostseeküste im so genannten Außenbereich liegt und – nach einem etwaigen Abriss der Gebäude – laut Behörde nicht neu bebaut werden dürfte.

Der Ausschuss folgte deshalb dem Vorschlag, in diesem Jahr zusätzlich 10  000 Euro für die nötigsten Reparaturen bereitzustellen. Die Versicherung wird zudem die Beseitigung der Sturmschäden veranlassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen