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Schlei-Bote

02. Dezember 2016 | 21:12 Uhr

Hasselberg : Altes Gerätehaus wird zum Dorftreff

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Einheimische und ausländische Mitbürger feierten Einweihung als Internetcafé und Dorfgemeinschaftshaus.

Sie verstehen sich gut, die Einheimischen des Ortsteiles Gundelsby und die in den sogenannten Sander-Häusern lebenden 21 ausländischen Mitbürger. So betonte es bei der Einweihung des neuen Dorftreffs im ehemaligen Feuerwehrhaus Hasselbergs Bürgermeister Hans-Heinrich Franke. Dieses Gebäude hatte als solches ausgedient, nachdem sich die ehemals drei Ortswehren zu einer Gemeindefeuerwehr zusammengeschlossen und in Kieholm ein neues Gebäude bezogen hatten. Während das einstige Gerätehaus in Hasselberg mittlerweile der DLRG Gelting-Golsmaas-Hasselberg als Lagerraum, das in Schwackendorf der Naturgruppe des Kindergartens Kieholm als Domizil dient, hat nun auch das von Gundelsby eine neue Bestimmung gefunden: Internetcafé und Dorfgemeinschaftshaus.

Auch, wenn die Umgestaltung noch nicht hundertprozentig perfekt ist, wurde dennoch Einweihung gefeiert. Und der Bürgermeister versäumte es nicht, allen, die zur Realisierung beigetragen hatten, zu danken. Dabei galt Frankes Dank insbesondere Petra Haase, die auch Asyllotsin ist, und ihren Mitstreitern beim DRK, die mit viel Energie zum Gelingen beigetragen hatten. Bürgermeister Franke: „Nachbarschaft wird in Gundelsby groß geschrieben, und in diese haben die Einheimischen die Flüchtlinge einbezogen. Das ist unsere Willkommenskultur.“ Aber auch die ausländischen Mitbürger tragen nach Frankes Worten zu einer guten Nachbarschaft bei. Tatkräftig unterstützten sie etwa Vorhaben in der Gemeinde. Der Bürgermeister fügte hinzu, dass „unsere Herzen offen sind und es weiterhin sein werden“.

Aus den Reihen der Flüchtlinge, die in großer Zahl gekommen waren und allerlei Leckereien mitgebracht hatten, meldete sich einer zu Wort und sagte: „Wir nehmen nicht nur, wir wollen auch geben.“ Und er fügte hinzu, dass „wir gemeinsam stark sind und es miteinander schaffen“. Noch befinden sich die 21 ausländischen Mitbürger, die aus ihren Heimatländern vor Krieg und Not geflüchtet sind, im Anerkennungsverfahren, hoffen aber, dass sie bleiben dürfen. Die Familien, die in Gundelsby leben, haben sich bereits vergrößert: Drei Kinder sind bereits geboren, ein weiteres wird im November das Licht der Hasselberger Welt erblicken.

Pastorin Nadja Jöhnk, zuständig für die Kirchengemeinde Arnis-Rabenkirchen, lobte als Vertreterin ihres Mannes Hanno, Seelsorger für Gundelsby-Maasholm, das gute Miteinander. „Es ist gut und wichtig, wie in Gundelsby zwischenmenschliche Brücken geschlagen werden“, sagte Jöhnk. Dazu gehöre auch die Achtung vor anderen Religionen. So sei es selbstverständlich gewesen, wegen des Ramadans die Einweihung des Dorftreffs, die eigentlich früher geplant war, zu verschieben. Danach griff die Pastorin zu den Köstlichkeiten, die die Flüchtlinge zubereitet hatten. Ein ganz anderer Gaumenschmaus, aber gut, so das einhellige Urteil.

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