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Schlei-Bote

02. Dezember 2016 | 19:05 Uhr

Rabenkirchen-Faulück : Alle wollen das Dorfgemeinschaftshaus

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Kommune, Feuerwehr und Kirchengemeinde ziehen an einem Strang. Planungen für gemeinsames Projekt gehen weiter.

„Wir sind in Sachen Feuerwehrgerätehaus derzeit noch immer in der Findungsphase“, erklärte Bürgermeister Peter Martin Dreyer anlässlich der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung im Rabenkirchener Kirchengemeindehaus. Allerdings wird inzwischen schon ganz offen vom Bau eines Dorfgemeinschaftshauses gesprochen – ein voraussichtlich gemeinsames Projekt der Kommune und der Kirchengemeinde Arnis-Rabenkirchen.

Dass der Bürgermeister anfangs den Tagesordnungspunkt zum „Sachstand Feuerwehrgerätehaus“ in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung verschieben lassen wollte, stieß auf Kritik der SPD-Fraktion. Laut Gemeindeordnung gebe es den Ausschluss der Öffentlichkeit nicht bei solchen Themen, die alle Bürger interessieren, weil es um das Allgemeinwohl gehe, betonten die Mandatsträger Johann Ryll und Thomas Römer. Die Kommunalaufsicht könne im Extremfall „über die Köpfe der Bürger hinweg“ gefasste Beschlüsse für null und nichtig erklären.

Bürgermeister Dreyer lenkte ein: Er sprach sich nunmehr für eine Aufteilung des Punktes aus – in einen informativen öffentlichen Teil und einen nichtöffentlichen, bei dem es dem Vernehmen nach vorrangig um die finanziellen Auswirkungen für die Kommune gehen sollte. Nach Dreyers Worten hat sich der Kirchengemeinderat im Grundsatz dazu entschieden, einen Neubau auf dem Flurstück 137 – gelegen im Nahbereich des Pastorats gegenüber der Zufahrtsstraße – zu favorisieren. Für die Ortsfeuerwehren Rabenkirchen und Faulück wäre dieser Standort wegen der kurzen Distanz zur B  201 durchaus von Vorteil: die schnelle Erreichbarkeit möglicher Einsatzorte.

Aber ohne die Überwindung baurechtlicher Hürden geht es nicht, denn das anvisierte Baugrundstück für das künftige Dorfgemeinschaftshaus (mit Schulungsraum und Versammlungsbereich) liegt im Außenbereich. Ohne behördliche Ausnahmegenehmigung und ohne Änderung des kommunalen Flächennutzungsplans „läuft da nichts“. Die Planungen laufen intern weiter.

Im weiteren Sitzungsverlauf kam der gegenwärtig laufende Ausbau der Kreisstraße 38 zur Sprache. Die Neuasphaltierung zwischen der B  201 und der Alten Kappelner Landstraße bei Ortsberg beschert dem Ortsteil Rabenkirchen dabei eine sanierte Dorfstraße. Peter Martin Dreyer und Johann Ryll bemängelten allerdings, dass der Landesbetrieb für Straßenbau die Gemeinde nur mit spärlichen Informationen über das Projekt versorgt habe. Die Ingenieure des Bauunternehmens hingegen seien stets bemüht, sich mit den Anliegern der Dorfstraße bezüglich der Zufahrten im Detail zu einigen.

Mit Bedauern nahmen die Gemeindevertreter zur Kenntnis, dass sich der Sportverein TSV Rabenkirchen aufgelöst hat. Die Gebühren für die Abwasserbeseitigung einschließlich des Campingplatzes Karschau mit Ekenisser Gebiet steigen um 20 Cent auf 2,20 Euro je Kubikmeter.





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