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Schenefelder Tageblatt

10. Dezember 2016 | 15:44 Uhr

Schenefeld : XFEL-Festakt mit 400 Gästen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Das Forschungscampus in Schenefeld ist offiziell eingeweiht worden. Die Anlage nimmt 2017 den Betrieb auf.

Schenefeld | Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Technologieminister Reinhard Meyer (SPD) eilte ebenso nach Schenefeld wie Katharina Fegebank (Grüne), Hamburgs zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft und Forschung, und Dr. Beatrix Vierkorn-Rudolph, die im Bundesministerium für Bildung und Forschung verantwortlich ist für Großgeräte und Grundlagenforschung. Und genau darum geht es schließlich beim European XFEL.

400 Gäste, aus Politik, Verwaltung und diplomatischem Korps, dem European XFEL Council sowie Mitarbeiter von European XFEL und Desy, dem größten Gesellschafter und engen Kooperationspartner von European XFEL, feierten am Mittwochabend die Einweihung des neuen Forschungscampus. „Das ist ein wichtiger Meilenstein. Wir spüren jetzt täglich, deutlicher als je zuvor, wie der Start des Nutzerbetriebs näher rückt, der für Mitte 2017 geplant ist. Wir sehen diesem Tag mit Ungeduld und großen Erwartungen entgegen“, sagte European XFEL-Geschäftsführer Professor Massimo Altarelli. 300 Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker und Verwaltungsmitarbeiter sind vergangene Woche in den Forschungscampus eingezogen.

Zwischen Hamburg und Schenefeld ist unter Beteiligung von elf Ländern eine Forschungsanlage der Superlative entstanden. Die Kosten liegen bei 1,22 Milliarden Euro. „Für unser Land eröffnet sich eine Riesenchance. Europäische Spitzenforschung hat hier in Norddeutschland, in Hamburg und Schleswig-Holstein, ein neues Zuhause gefunden. Wir freuen uns auf Wissenschaftler aus der ganzen Welt, die hier nun einzigartige neue Arbeitsmöglichkeiten vorfinden werden“, sagte Meyer. Die Anlage könne zu einem Ort werden, an dem Wissenschaft als eine völkerverbindende, weltweite Gemeinschaft gelebt werde.

Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof hatte in den vergangenen Jahren schon mehrere Meilensteine auf dem Forschungsgelände gefeiert. „Ich bin stolz drauf, bei einem so spannenden Projekt von Anfang an mit dabei gewesen zu sein, und bedanke mich bei European XFEL und Desy für die gute und transparente Zusammenarbeit.“ Sie begrüßte die Mitarbeiter von European XFEL in Schenefeld. „Außerdem freue ich mich bereits jetzt auf die Gäste aus aller Welt, die zu uns nach Schenefeld kommen werden.“

Der European XFEL-Forschungscampus markiert das Ende eines 3,4 Kilometer langen unterirdischen Tunnelsystems, das vom Desy-Gelände in Hamburg-Bahrenfeld bis nach Schenefeld reicht. Das Zentrum des Geländes bildet das Hauptgebäude mit der darunterliegenden unterirdischen Experimentierhalle. In dieser Halle werden die wissenschaftlichen Nutzer arbeiten, von deren Ergebnissen Impulse für unterschiedlichste Fachbereiche von der Biomedizin bis hin zur Astrophysik erwartet werden. Der Umzug nach Schenefeld war einer der letzten Meilensteine in der Bauphase für die Anlage. Die 2009 begonnenen Arbeiten umfassten das Bohren von 5,77 Kilometern Tunnel sowie den Bau des Hauptgebäudes und mehrerer Nebengebäude.

Die Arbeiten auf den Betriebsgeländen der Anlage konzentrieren sich nun auf den Abschluss der Installation des Beschleunigers und der lichterzeugenden Magnetstrukturen sowie auf die Installation der wissenschaftlichen Instrumente und ihrer Infrastruktur.

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erstellt am 01.Jul.2016 | 13:00 Uhr

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